Aachen - Neue Infobox wird zum Ort des Austauschs

Neue Infobox wird zum Ort des Austauschs

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Ein Treffpunkt mit Wiedererkennungswert: Die Infobox vor dem ehemaligen Straßenbahndepot in der Talstraße, das gerade zu einem Kulturzentrum für Aachen-Nord umgebaut wird, gilt als gelungenes Gemeinschaftsprojekt. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Wenn über 20 Institutionen und Firmen sowie gut 100 Studierende zwei Jahre lange Entwürfe geplant und entwickelt haben, unzählige E-Mails hin und her geschrieben wurden, dann ist das Ergebnis dieser Zusammenarbeit eine deutliche Veränderung.

Die Infobox am Depot in der Tal-straße ist nun endlich fertiggestellt und bereit für vielfache Nutzung.

Entstanden ist das neue Gebäude aus Recyclingmaterialien, die zuvor bereits für einen anderen temporären Bau genutzt wurden. Genauer: für die Architekturausstellung „Mies 1:1 Das Golfclub Projekt“ in Krefeld, welches bis dato ein nie realisierter Entwurf von Mies van der Rohe war. Die Weiterverwendung als temporärer Holzbau, die unter dem Motto „Recycling Mies“ stattfand, wurde anschließend unter der Leitung des Lehrstuhls „Gebäudelehre und Grundlagen des Entwerfens“ der RWTH in Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen, der Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen, der FH und vielen weiteren Organisatoren am Depot errichtet.

Thomas Müller-Simon vom Lehrstuhl für Gebäudelehre der RWTH ist froh, dass nach der intensiven Zusammenarbeit der Bau fertiggestellt ist: „Mich freut, dass hier so viele gemeinsam gearbeitet haben. Als die 42 Einzelteile und zwei Stahlstützen im November geliefert wurden, hätte ich nicht gedacht, dass alles so schnell vorangeht. Die Recyclingmaterialien geben dem Stadtteil einen neuen Nutzen. Und durch den kleinen Hügel, der sich auf dem Gelände befindet, haben die Studenten zudem gelernt, wie man einen multifunktionalen Raum erschaffen kann.“

Dem kann sich auch Professor Andreas Gebhardt von der FH nur anschließen, der betont, dass er im Rahmen der Lehre in diesem Raum ein 3D-Labor für Schüler und Jugendliche betreiben wird. Neben Lehrveranstaltungen steht die Infobox für Treffen von Arbeitsgruppen, Ausstellungen und für kleine Veranstaltungsreihen zur Verfügung.

Aber nicht nur von außen betrachtet, macht die Box einiges her, auch der Blick ins Innere ist vielversprechend. Denn im Rahmen eines weiteren Verfügungsfondsprojektes wurden mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Zusammenarbeit mit der Designerin Patricia Yasmine Graf Recyclingmöbel aus gebrauchten Paletten gebaut. Vor allem die Tatsache, dass in dem ehemaligen Straßenbahndepot in den nächsten Jahren mit einem Geldaufwand in Millionenhöhe ein Sozial- und Kulturzentrum entstehen soll, macht die Infobox zu einem ersten und wichtigen Anfang.

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