Neue Heimat: Tropi-Garde zieht zum Hof

Von: Max Stollenwerk
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Umzug vom Münsterplatz zum Hof: Die Tropi-Garde um Generälin Sarah Siemons und den Projektverantwortlichen Wilfried Schüller präsentiert Fettdonnderstag ihr neues Programm am neuen Ort. Das überzeugt auch OB Marcel Philipp und „Domkeller“-Gastronom Milos Sous. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Oche Alaaf“ heißt es am kommenden Donnerstag auch wieder bei der Aachener Tropi-Garde. Dann wird der Karnevalsverein sein neues, überarbeitetes Programm erstmals auf dem Hof präsentieren. „Wir haben große Lust auf das neue Projekt, an einem neuen Ort, mit neuen Leuten“, sagt Sarah Siemons, Generälin der Tropi-Garde.

Nach elf Jahren Karneval auf dem Münsterplatz zieht es die Karnevalisten nun erstmals in den Hof. Der Grund sei jedoch nicht, dass die Genehmigung für den Münsterplatz, „passend zum Karneval nach elf Jahren abgelaufen“ sei, wie Winfried Schüller, Projektverantwortlicher der Tropi-Garde schmunzelnd anmerkt. „Es gab viele Argumente für den Umzug in den Hof, denn hier ist man viel geschützter, es kommt mehr Sonne nach hier und der Aufwand für uns ist deutlich geringer“, erläutert Siemons.

Auch sei der Wunsch nach mehr Stimmung aufgekommen, sodass man sich schließlich zu diesem Schritt entschlossen habe. Am neuen Ort sei es einfacher, die vorhandene Gastronomie zu nutzen und die Infrastruktur sei bestens entwickelt.

Und nicht nur der Ort ist neu, auch das Konzept wurde überarbeitet. „Wir bieten ein vielfältiges Programm an, das für Jung und Alt bestens geeignet ist“, betont die Generälin, dass man verstärkt auf den Familienkarneval setzen wolle. Zwar stelle der Straßenkarneval eine besondere Herausforderung dar, die man jedoch gerne annehme.

Mit von der Partie sind neben einer Liveband unter anderem die Vier Amigos, De Pöllebetzjere, eine alternative Karnevalsgruppe, die übersetzt „Die Hähnchenschenkel“ heißen und eine Tanzdarbietung aufführt, sowie natürlich die Tropi-Garde selbst. Der Kostümwettbewerb, bei dem die drei am originellsten verkleideten Gruppen ausgezeichnet werden, dürfte ein weiterer Höhepunkt im Programm sein.

Im Anschluss an das zweistündige Programm, das am Fettdonnerstag um 13 Uhr beginnt, übernehmen verschiedene Sambagruppen das Kommando und wollen dabei den Nerv der Jecken treffen. „Viele scheuen an Fettdonnerstag zum Feiern den Weg in die Innenstadt und das wollen wir wieder ändern“, hofft Siemons auf positive Resonanz. Parallell zum Karneval in Burtscheid biete man ein ergänzendes Programm, das im Vorfeld auf viel Unterstützung gestoßen sei.

Straßenkarneval fördern

Marcel Philipp ist ebenfalls gespannt auf das neue Konzept. „Der Straßenkarneval kann zukünftig durchaus noch mehr aufleben und dazu ist der Umzug in den Hof ein richtiger Schritt“, so Aachens Oberbürgermeister. Manche Veranstaltungen wie die Karnevalsfeier der Öcher Penn am Katschhof würden gut funktionieren, andere müssten mit neuen Ideen weiterentwickelt werden, so Philipp. Hier seien die Vereine gefordert und die Tropi-Garde auf einem guten Weg, die Innenstadt als Ziel des Straßenkarnevals attraktiver zu machen.

Einen entscheidenden Faktor kann die Tropi-Garde jedoch auch bei noch so guter Vorbereitung nicht beeinflussen: „Alles steht und fällt natürlich mit dem Wetter“, so Sarah Siemons, die auf strahlenden Sonnenschein an den jecken Tagen hofft.

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