Neue Hauptmensa: Stimmung vor Eröffnung versalzen

Von: stm
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Nicht nur die Fassade ist einladender: Die für 24 Millionen Euro umgebaute Hauptmensa an der Turmstraße wird am 5. Mai eröffnet. Weil ab heute übergangsweise bereits die Alternativmensen geschlossen werden, gibt es einige Kritik des AStA. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Lange Zeit blieb an der Turmstraße die Küche kalt. Das wird sich jetzt – mit einigen Monaten Verzögerung – ändern. Die neue Hauptmensa und damit das gastronomische Schmuckstück des Aachener Studentenwerks geht am Montag, 5. Mai, in Betrieb.

Doch noch bevor das erste Essen über die Theke geht, ist die Stimmung erst einmal versalzen. Grund: Ab Montag – also eine Woche vor der Neueröffnung – schließt das Studentenwerk die für die Bauzeit aufgebaute Zeltmensa am Kármán-Auditorium ebenso wie den „Grillcube“. Das trifft auf deutliche Kritik des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der RWTH.

Gulaschkanonen

Einerseits, so heißt es dort, sei die Information zur Schließung der Einrichtungen viel zu kurzfristig gekommen und könne nicht mehr alle Studierenden erreichen. Andererseits sei während der Übergangszeit die Versorgung in der Innenstadt nicht gewährleistet. Deshalb planen die Fachschaften und der AStA sogar Protestaktionen, mit denen auf den „Missstand“ aufmerksam gemacht werden soll. AStA-Vorsitzender Georg Vonhasselt sagt, dass Planungen für ein „Grill-Event“ der Fachschaften liefen und Gulaschkanonen bereitgestellt und Suppenküchen installiert werden sollen.

Vonhasselt: „Wir prüfen derzeit alle Möglichkeiten, stehen mit den Genehmigungsbehörden in Kontakt und schauen auch gespannt auf die Wetterprognose für die kommende Woche. Philipp Schulz, Finanzreferent des AStA, kritisiert: „Es ist schade, dass die Studierenden, die mit ihrem Pflichtbeitrag von 136 Euro im Jahr sowie den Umsatzerlösen maßgeblich finanziell für die Aufgaben des Studentenwerks aufkommen, dieses aber dann so schlecht mit seinen Kunden umgeht und auch nicht informiert.“ Über die geplanten Aktionen sollen die Studierenden auf der Internetseite www.asta.rwth-aachen.de sowie bei Facebook unter www.facebook.com/AStA.RWTH auf dem Laufenden gehalten werden.

Dirk Reitz, Geschäftsführer des Studentenwerks, bittet indes um Verständnis: „Natürlich hätten wir es gerne anders gelöst und den Studierenden die kleine Versorgungslücke erspart. Da jedoch alle Beschäftigten aus der Zeltmensa und dem Grill-Cube künftig am Pontwall tätig sein werden, können wir den Betrieb dort an den vier Tagen unmöglich aufrecht erhalten.“

Ein kleiner Vorteil des gewählten Zeitpunkts sei die durch den Feier- beziehungsweise Brückentag verkürzte Uniwoche, heißt es in einer Mitteilung des Studentenwerks. Die Vorbereitungen auf die Neueröffnung liefen auf Hochtouren. Damit der Start reibungslos verlaufe, müssten noch etwa 80 Mitarbeiter eingewiesen werden. Deswegen lasse sich eine „vorübergehende Einschränkung des Verpflegungsangebots“ nicht vermeiden.

Bei besagten Vorbereitungen sei „alles im grünen Bereich“, so Gregor Neumann, Leiter des Bereichsgastronomie des Studentenwerks. Derzeit werde noch die Küchentechnik getestet, Stühle und Tische würden platziert. Das sei im Vergleich zum „nicht immer unkomplizierten Gesamtumbau“ allerdings eher unkompliziert. 9000 Quadratmeter seien kernsaniert worden, wobei es durch verschiedene Faktoren zu Verzögerungen von insgesamt rund einem halben Jahr kam.

Dafür erwarte die Gäste – es gibt jetzt 1400 Plätze – demnächst ein umfangreiches Angebot sowie weitere Verbesserungen. Im Erdgeschoss gibt es den „Kulinarischen Marktplatz“ mit „Frontcooking-Stationen“, wo Pizzen ebenso zubereitet werden wie Burger oder auch Wok-Gerichte.

Einige dieser Marktplatz-Bereiche seien bis 18 Uhr geöffnet. Bezahlt werden soll ohne Bargeld mit der „BlueCard“, der FH Karte oder einer Gastkarte. Die „Express“-Theke in der großen Mensa im ersten Stock soll Wartezeiten verkürzen.

Neuer Name: „Mensa Academica“

Der Name der neuen Mensa wird übrigens ein uralter sein: „Mensa Academica“. Damit folge die Jury einer großen Mehrheit der Studierenden bei einem Onlinevoting. Mehr als 2500 Vorschläge seien eingegangen – viele davon betonten die Verbindung zwischen Mensa und Hochschule sowie die Tradition des fast 90 Jahre alten Mensa-Standorts, was schließlich auch zum alten und neuen Namen geführt habe.

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