Neue Gesamtschule: Ein perfekter Ort fürs Lernen der Zukunft

Von: Johannes Leitner
Letzte Aktualisierung:
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Die vierte Gesamtschule ist seit Freitag offiziell eröffnet.
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Freuten sich über die offizielle Eröffnung: von links Dezernentin Susanne Schwier, Bürgermeister Norbert Plum, Direktor Hanno Bennemann, Ralph Fleischhauer (NRW-Ministerium) und Wilfried Sterck (Gebäudemanagement der Stadt Aachen und Projektleiter).

Aachen. Mit einem kräftigen „Donnerwetter“ wurde der Neubau der 4. Gesamtschule in der Sandkaulstraße am Freitag offiziell eingeweiht. Doch ist damit keine Schimpftirade oder ein Unwetter gemeint. Nein, vielmehr simulierte eine Gruppe Schüler auf der Bühne gemeinsam mit dem Publikum akustisch den Klang eines Gewitters. Einen Neuanfang sollte dieses szenische Spiel symbolisieren.

Hochzufrieden wirkte Schulleiter Hanno Bennemann während seiner Ansprache: „Ich bin als Schulleiter sehr stolz auf das Kollegium, das sich traut, eigene Wege zu gehen, und auf die Schüler, die beweisen, dass sie in der Lage sind, Verantwortung zu übernehmen.“

Ein Bezug auch auf das Projekt „Herausforderung“, bei dem die Schüler der 9. Jahrgangsstufe in Gruppen eingeteilt wurden und sich mit je 150 Euro pro Person und ohne Lehrer, nur mit studentischer Begleitung, für drei Wochen auf einen Abenteuertrip an verschiedene Orte in Deutschland und Europa begaben.

Getreu dem Motto „Radikales Individualisieren“ wolle man „den Schülern selbstbestimmtes Lernen und Arbeiten ermöglichen“, betonte Bennemann in seiner Rede. Bürgermeister Norbert Plum lobte den Neubau mit seiner gelungenen Architektur als „Investition in die Zukunft der Stadt und des Landes“ und brachte es mit dem altbekannten Sprichwort „Was lange währt, wird endlich gut“ auf den Punkt.

Ralph Fleischhauer vom Bildungsministerium des Landes NRW, der in Vertretung für Ministerin Sylvia Löhrmann anwesend war, hob die Heterogenität als Kern des Gesamtschulkonzeptes hervor: „Die gesellschaftliche Vielfalt, sowohl in kultureller wie auch in sozialer Hinsicht, spiegelt sich den Gesamtschulen positiv wider“.

Architekt Rainer M. Kresing, der mit Bennemann zusammen in Münster zur Schule ging und in Aachen studierte, wusste mit dem Satz „Heute morgen noch wurde die Mensa baurechtlich abgenommen“ für Gelächter im Publikum zu sorgen. Und auch Margret Rasfeld, ehemalige Schulleiterin der Evangelischen Schule Berlin Zentrum, die die 4. Gesamtschule bei der Entwicklung ihres Lehr- und Lernkonzeptes unterstützte, richtete ihre besten Wünsche an Lehrerkollegium und Schülerschaft.

Musikalische Darbietungen der Schulband sowie kleine szenische Spiele rundeten das Programm ab. Besonders gut kam eine Mädchengruppe an, die einige Anekdoten von ihrer Tour an die holländische Nordseeküste im Rahmen der „Herausforderung“ erzählte.

Nach einem Umtrunk konnten sich die Gäste anschließend die neuen Räume zeigen lassen. So manch einer wird die Schüler ob der einmaligen Lernatmosphäre sicherlich beneiden.

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