Aachen - Neue Gäste und Moderation bei „Treffpunkt Sofa”

Neue Gäste und Moderation bei „Treffpunkt Sofa”

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Moderatoren (stehend) und Gäste (sitzende) beim „Treffpunkt Sofa”: Torsten Weise, Claire Radermacher und Brigitte Kempen mit Jupp Ebert, Ulla Thönissen und Antonio Máro.

Aachen. Ein freier Platz war kaum noch im Gemeinschaftsraum von St. Gregorius zu entdecken, und die Gäste beim bereits 45. „Treffpunkt Sofa” waren interessant wie immer.

Doch nicht nur sie. Auch die drei neuen Moderatoren des „Sofa-Teams”: Brigitte Kempen, Claire Radermacher und Torsten Weise plauderten unterhaltsam und charmant mit den „Promis aus dem Viertel”. Kunst war das verbindende Thema des Abends: die Kunst des Malens, die Kunst des Kochens und die Kunst des Gesangs.

Erster Gesprächspartner war der in Hauset (B) lebende, international gefragte Maler Antonio Máro, dessen künstlerisches Schaffen sich nicht nur auf Malerei beschränkt, sondern auch Graphiken, Lithographien, Radierungen und Glasskulpturen umfasst. In Peru geboren, portraitierte er bereits als Fünfjähriger den Frisör in seinem Heimatort, schwänzte ein Jahr lang die Schule, um sich auf eine Pianistenausbildung vorzubereiten, studierte letztlich in Deutschland Medizin und absolvierte zeitgleich im Fach Malerei ein Kunststudium.

Bis zu 18 Ausstellungen hatte er jährlich international. 1978 schuf er mit den Abmessungen 18 x 6 m das größte Gemälde des 20. Jahrhunderts. Es trägt den Titel: „Rastplatz der Sonne”. „Ich habe in Hauset ein offenes Haus, und jeder kann kommen,” lud er ein.

Ein Einladung zum Besuch des Cafés „Die Insel” in der Annastraße 2 erhielten die Zuhörer auch von der nächsten Gesprächspartnerin Ulla Thönissen. Die Diplompädagogin eröffnete im Oktober 2008 dieses Café als Ausbildungsstätte für psychisch Kranke. „Diese Menschen sind viel zu sehr ausgegrenzt und wir wollen ihnen eine Plattform bieten, um an Selbstvertrauen und Selbständigkeit zu gewinnen”, berichtete sie.

24 Betroffene werden durch pädagogisches Fachpersonal in Halbjahreskursen im Kochen, Servieren und Reinigen ausgebildet. „Wenn Sie bei uns Gast sind, unterstützen Sie unsere Arbeit,” sagte Thönissen.

Wer kennt ihn nicht in Aachen: Jupp Ebert, den Mann mit der rauhen Blues-Stimme, die dennoch betörend soft klingen kann. „Liebe Nachbarn,” begrüßte er die Anwesenden, erzählte, dass er bereits als Fünfjähriger die ersten Gagen kassierte. „Mit ausgebreiteten Armen sang ich in unserem Hof in der Franzstraße und die Nachbarn warfen mir eingewickeltes Kleingeld herab.”

Mit 16 Jahren sang Ebert bereits in der Band „5 Cellerboys”, danach bei den „Blizzards”, gründete in den 80er Jahren selbst eine Band, die „Wurm-Pauer”. Seit acht Jahren begeistert er mit Blues, Pop und Rock bei den „Rain-City-Rollers” und in die große, weite Welt führten ihn Auftritte mit der Profi-Band „All Stars”. Musik habe er nicht studiert und auch nie professionell machen wollen, gab Ebert zu. „Viel Geld war mir nicht wichtig, ich habe es für mich und aus dem Bauch heraus gemacht.”
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