Neue E-Bikes: Die Verwaltung surrt mit gutem Beispiel voran

Von: Robert Esser
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Unter Strom: Die Aachener Stad
Unter Strom: Die Aachener Stadtverwaltung hat sechs neue E-Bikes angeschafft - und will damit Kosten und Sprit sparen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Wenn ein knappes Dutzend städtische Bedienstete zu einem Pressetermin anrollt, darf man Bewegendes erwarten - in diesem Fall ists ein bescheidener Vorstoß in Sachen Elektromobilität. Zum Preis von jeweils nur 1200 Euro hat die Verwaltung nämlich gerade sechs Pedelecs, sogenannte E-Bikes, angeschafft.

„Wir wollen die Mitarbeiter der Stadt bei ihren Dienstfahrten aus dem Auto aufs E-Bike bringen”, erklärt am Mittwoch Klaus Meiners, der stellvertretende Leiter des Fachbereichs Umwelt. So radeln künftig die vier Bezirksämter Brand, Haaren, Kornelimünster/Walheim, Richterich, das Umweltamt, die Wirtschaftsförderung und - schon länger - der Fachbereich Kinder/Jugend/Schule mit elektrischer Motorunterstützung. Das ergibt sieben E-Bikes für rund 4000 Verwaltungsmitarbeiter der Kaiserstadt. Dienstfahrzeuge werden im Gegenzug nicht abgeschafft.

Trotzdem glaubt Meiners, dass die E-Bikes einen wichtigen Beitrag zum Luftreinhalteplan der Stadt leisten und letztlich sogar Kosten sparen. „Wir rechnen damit, dass jedes E-Bike pro Jahr über mehrere tausend Kilometer bewegt wird”, sagt er. Und Denis Benjamin Alt vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) pflichtet ihm bei: „100 Kilometer schlagen mit rund zehn Cent zu Buche”, erklärt er.

Das E-Bike ist eine Art Hybrid-Fahrrad, das mit Muskelkraft angetrieben wird, den Radfahrer aber bis zum Tempo von 25 Stundenkilometern elektrisch unterstützt. So sind vor allem Bergauf-Strecken leichter zu bewältigen. „Als Modellregion für die Elektromobilität möchte die Stadt Aachen mit gutem Beispiel vorangehen, denn durch die Nutzung von ElektroFahrzeugen werden lokale Emissionen im Straßenverkehr unmittelbar vermindert”, heißt es.

Dass der Anteil der Elektromobilität im Straßenverkehr verschwinden gering ist, bleibt unstrittig. Aber das soll sich ändern: Im „Strategie-Papier Elektromobilität Region Aachen” haben die Akteure vereinbart, bis 2015 rund 10.000 E-Bikes auf die Straße zu bringen. Bei rund 220.000 Rädern wären dies knapp 5 Prozent.

Ende September will man nach der Auswertung von 5500 Fragebögen wissen, wie hoch der derzeitige Verbreitungsgrad ist. „Der E-Bike-Markt boomt”, ist Meiners überzeugt. In sechs Monaten will die Stadt eine Zwischenbilanz des Feldversuchs ziehen und überlegen, ob weitere E-Bikes gekauft werden - die übrigens für jeden Privatmann mehrere hundert Euro teurer ausfallen. Der Verbreitungsgrad in der Stadtverwaltung beträgt jetzt jedenfalls 0,175 Prozent.
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