Neue Brücke über den Pariser Ring fast fertig

Von: Andreas Cichowski
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Keine Umwege, keine Treppe, keine Sackgasse mehr: Am Wochenende wurde die Behelfsbrücke über dem Pariser Ring am Ende der Melatener Straße abgebaut, und das neue Bauwerk wurde in Betrieb genommen. Foto: Andreas Cichowski

Aachen. Keinen Umweg, keine Treppe und auch keine Sackgasse mehr müssen Spaziergänger seit heute fürchten, wenn sie den Pariser Ring auf dem Weg ins Rabental überqueren wollen. Denn der Landesbetrieb Straßenbau hat am Wochenende die Behelfsbrücke an der Melatener Straße abbauen lassen und die neu errichtete Brücke in Betrieb genommen.

Zuvor mussten sich Anwohner, Fußgänger und Radfahrer jedoch in Geduld üben und teils zusehen, wie das alte Bauwerk vor sich hin dümpelte. Anfang Juni 2015 erfolgte dann der unvermeidbare Abriss. Neun Bagger rückten der Brücke zu Leibe, insgesamt 1150 Kubikmeter Schutt mussten abtransportiert werden.

Eine Behelfsbrücke ermöglichte fortan die Überquerung der Schnellstraße, während parallel der Neubau errichtet wurde. Nun ist sie nahezu fertig, die neue Fuß- und Radwegbrücke mit einer Stützweite von 40,7 Metern und einer Fahrbahnbreite von fünf Metern. 1400 Kubikmeter Beton sowie 170 Tonnen Betonstahl und 14 Tonnen Spannstahl wurden verbaut.

Die neue Brücke mache richtig etwas her, freute sich Projektleiter Arnd Meyer vom Landesbetrieb. Nachdem am Wochenende auch die Verschalung, die für die Beto-nagearbeiten benötigt wurde, heruntergerissen wurde, kommen nun die Kurven und Kanten des neuen Bauwerks richtig zur Geltung. Die Kosten seien im kalkulierten Rahmen von 2,1 Millionen Euro geblieben, hieß es.

Mit Inbetriebnahme der neuen Brücke sei die Baumaßnahme allerdings noch nicht abgeschlossen. „Noch ausstehende Arbeiten sind im Wesentlichen die Fertigstellung der Wiederlager- und Stützwandbereiche, wo bisher die Behelfsbrücke auflag“, teilte Meyer mit. Zur Melatener Straße hin werde außerdem eine Stützwand mit einer Lärmschutzwand auf dem alten Widerlager errichtet.

Und auch die bogenförmige Bastion müsse noch fertiggestellt und weiter verfüllt werden, denn dort klafft noch ein großes Loch. Doch alle diese Arbeiten können ohne Beeinträchtigungen für Verkehr und Personen erfolgen – und schon bald heißt es wieder freie Fahrt auf dem Pariser Ring.

Bleibt nur die Frage nach der Lebensdauer zu klären, denn beim Nachfolger handelt es sich, wie auch bei den benachbarten Brücken, um eine Spannbetonbrücke. Gerade die hier verbauten Spannstähle sorgten in der Vergangenheit bei vielen Brücken für den vorzeitigen Abriss. „Wir gehen in der Regel davon aus, dass neu errichtete Brückenbauwerke eine Lebensdauer von 100 Jahren erreichen“, erklärte Meyer.

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