Neue Branchen, neue Länder: Zaquensis will wachsen

Von: Thorsten Karbach
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Aachen. Roger Lothmann will auf die Lünendonk-Liste. Die Lünendonk GmbH legt seit 1999 jährlich das Ranking der führenden Anbieter von Zeitarbeit und Personaldienstleistungen im deutschen Markt vor.

25 Unternehmen sind dort aufgeführt, sie gelten als die größten im Land und Lothmann, Gründer des Aachener Personaldienstleisters Zaquensis ist überzeugt davon, dass sein Unternehmen in diesem Jahr endlich auf dieser Liste erscheinen wird.

Er hat guten Grund für seinen Optimismus. Zaquensis ist im vergangenen Jahr, so Lothmann, erneut gewachsen und zwar stark – um 33 Prozent. Und nun hat sich das Unternehmen, das Lothmann mit Lars Ackmann als geschäftsführende Gesellschafter führt, der internationalen Gruppe „The House of HR“ angeschlossen.

Mit dem Know-how dieser Gruppe, die aus dem belgischen Personaldienstleister Accent hervorgegangen ist, soll der Weg von Zaquensis zunächst auf die Lünendonk-Liste, dann dort direkt in die Top 10 und mehr als nur nebenbei in neue Branchen und andere Länder führen. „Wir sehen uns Seite an Seite mit The House of HR noch besser aufgestellt“, sagt Lothmann.

Zaquensis, mit 1500 Mitarbeitern, einer der größten Arbeitgeber in der Region, pflegt schon länger enge Kontakte zu „The House of HR“. Vor anderthalb Jahren kam dann die Frage auf, ob aus dem engen Kontakt nicht doch mehr werden sollte. „The House of HR“ wollte auf den deutschen Markt, Zaquensis weiter wachsen und auch im Ausland tätig werden.

Dort konnten Kunden – auch solche aus der Region Aachen, die im Ausland produzieren – bislang nicht bedient werden. „Teil einer internationalen Gruppe zu werden, ist ein wichtiger Schritt für Zaquensis, um schneller wachsen zu können und unsere Position in einem stark umkämpften Markt zu sichern“, erklärt Lothmann.

Rund 9000 Personaldienstleister gibt es in Deutschland, wobei etwa die Hälfte kaum mehr als 50 Zeitarbeitnehmer vorweisen kann. Der Markt ist hart umkämpft, die Großen wachsen, für die Kleinen ist es schwer. Zaquensis will zu den ganz Großen gezählt werden. Lothmann: „Wir haben mehrere Rekordjahre hinter uns und waren nie in einer besseren Position als heute. Wir sind davon überzeugt, dass die neue Partnerschaft erfolgreich und gewinnbringend für beide Unternehmen sein wird.“

Für das operative Geschäft auf Seiten Zaquensise_SSRq ändert sich durch die Aufnahme in die „The House of HR“-Gruppe zunächst einmal nichts. Lothmann und Ackmann leiten auch weiterhin das Unternehmen. Dabei werden sie den Fokus speziell auf den Bereich Ingenieurwesen und auch Richtung Osteuropa richten – in beiden Fällen sehen sie enormes Wachstumspotenzial.

Darüber hinaus sollen bis 2018 in Deutschland 100 neue Service-Center eröffnet werden. Im Moment zählt Zaquensis bei 4600 Projekt- und 271 festen Mitarbeitern 61 solcher Service-Center, 24 wurden im vergangenen Jahr neu eingerichtet. Der Umsatz stieg auf 92 Millionen Euro.

„The House of HR“ ist bislang in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Polen, Portugal, der Schweiz und Rumänien aktiv und will weiter expandieren. Die Gruppe zählt 1500 feste Mitarbeiter und erzielte 2014 einen Umsatz von 398 Millionen Euro. „Unseren Einfluss in Europa durch eine Präsenz in umkämpften Arbeitsmärkten zu stärken, hat für uns Priorität. Deshalb haben wir nach einem starken Partner gesucht, um auf dem deutschen Markt ein solides Fundament zu schaffen“, erklärt der Geschäftsführer von „The House of HR“, Jérome Caille.

Als Teil der Gruppe „The House of HR“ will Lothmann mit Zaquensis nun „mehr Kunden und noch mehr und bessere Mitarbeiter“ gewinnen. Und es so endlich auf die Lünendonk-Liste schaffen.

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