Aachen - Neue Beleuchtung des Krönungssaals eingeweiht

Neue Beleuchtung des Krönungssaals eingeweiht

Von: Christoph Classen
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Als sich Veranstalter und Fernsehsender vermehrt über die schlechte Ausstattung des Krönungssaals beschwerten, da ging Oberbürgermeister Jürgen Linden ein Licht auf: So konnte es nicht weitergehen.

Wenn sogar Großereignisse wie der Karlspreis wegen der beinahe antiken Beleuchtungsanlage im Rathaus nicht mehr in gebührendem Glanz erstrahlten, werfe das schließlich ein schlechtes Licht auf die gesamte Stadt.

Das Problem war also erkannt: Für den Krönungssaal musste eine neues Beleuchtungssystem her. Die Lösung war zu diesem Zeitpunkt aber noch Lichtjahre entfernt. Aber für eine neue Beleuchtung des Krönungssaals fehlte im städtischen Haushalt schlicht das Geld.

2003 kam aber dann trotzdem Bewegung in die ganze Sache. Denn der Rathausverein, dessen Vorsitzender OB Linden ist, schrieb sich das Ziel, den Krönungssaal wieder ins rechte Licht zu rücken, ganz oben auf die Agenda. Es wurden Angebote eingeholt, Entwürfe studiert und Spenden gesammelt.

Und rund sechs Jahre später ist es dann so weit. Es werde Licht, lautete die Losung bei der offiziellen Einweihung der neuen Beleuchtung im Krönungssaal. Zu behaupten, dass er in neuem Glanz erstrahlt, wäre sicherlich übertrieben. Für den Licht-Laien sieht, von den neuen Lampen einmal abgesehen, alles exakt so aus wie zuvor.

Und genau so soll es auch sein, meinen die Planer vom verantwortlichen Aachener Büro „LICHT-bilder”. Am schönsten wäre es „wenn die Leute rein kommen und fragen: War es nicht schon immer so?”, sagte Planer Karsten Feldmann. Und Kollegin Bettina Schröder ergänzte, dass es sich um „Lichtstrukturen” und nicht um Kronleuchter handele. Sie sollen dem Raum dienen ohne sich selbst ins Rampenlicht drängen.

Was Touristen von der neuen Beleuchtung halten, muss sich erst noch zeigen. Denn laut Linden waren die 1360 Glühbirnen, die zuvor den Raum erhellten, trotz ihrer Temperatur vor Langfingern nicht sicher. „Die wurden oft als Mitbringsel aus dem Aachener Krönungssaal geklaut”, vermutete der OB und strahlte mit der neuen Beleuchtung um die Wette. Vergeben und Vergessen. Er hoffe, dass die Glühbirnen in „wunderschönen Wohnzimmerlampen” weiterstrahlen, sagte Linden.

Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten. Denn das Projekt hat die Finanzen des Rathausvereins ganz schön strapaziert. 250.000 Euro kostete die neue Beleuchtung, in der Kasse herrscht jetzt erstmal Ebbe.

Eine Situation, die dem Stadtrat nicht gänzlich unbekannt sein dürfte. Vielleicht wurden auch deswegen die beiden Joche im Ratsaal mit einer neuen Beleuchtung versehen, die der im Krönungssaal ganz ähnlich ist. Eine Etage tiefer kann Erleuchtung schließlich auch nicht schaden.
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