Aachen - Neue (Aus-)Wege für Ostviertel-Schulen?

Neue (Aus-)Wege für Ostviertel-Schulen?

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Nach der verbalen Ohrfeige des Regierungspräsidenten, schlagen SPD, CDU und Grüne zurück.

RP Hans Dieter Lindlar hatte den schwarz-rot-grünen Plänen einer vierten Gesamtschule bei einem Besuch in der Hauptschule Aretzstraße eine Absage erteilt und den Aachener Fraktionen laienhafte Schulpolitik vorgeworfen.

Am Donnerstag konterten die Fraktionschefs und nahmen den RP in die Pflicht: „Es ist eine Unverschämtheit, Politikern laienhafte Kenntnisse vorzuwerfen. Unsere Kenntnisse sind mit Sicherheit umfangreicher als die von Herrn Lindlar, auch wenn der irgendwann mal den Beruf des Lehrers erlernt hat”, erklärte SPD-Fraktionschef Heiner Höfken. „Sein Gesprächsangebot für eine andere Lösung nehmen wir aber gerne an” sagte CDU-Fraktionschef Harald Baal.

Umgehend haben die Fraktionen Kontakt zum RP aufgenommen und warten nun auf Antwort. „Das Gespräch muss bald stattfinden”, fordert Michael Rau (Grüne). Am 24. Juni soll der Antrag auf eine vierte Gesamtschule, die 2010 starten würde, und damit der auslaufenden Schließung von Geschwister-scholl-Gymnasium, Hugo-Junkers-Realschule und Hauptschule Aretzstraße im Rat verabschiedet werden.

Es war eine Art erster Schritt eines geordneten Rückzugs der drei Fraktionen. Zwar betonte Heiner Höfken, man werde „bei dem Antrag bleiben” und halte ihn für richtig, zugleich sagte er aber auch: „Wenn es einen anderen Weg für die Schullandschaft im Aachener Osten gibt, dann werden wir diesen Weg mitgehen. Dann stellt sich die Situation anders dar.” Der Impuls müsse hier aber von der Bezirksregierung kommen, die laut Höfken vor Wochen noch alle anderen Ideen - etwa von Kooperationen (laut Schulgesetz nur im ländlichen Raum gestattet) und Verbundschulen - abgelehnt und gleichzeitig positive Signale für eine vierte Gesamtschule gegeben hätte.
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