Aachen - Neubaugebiet „Guter Hirte“ hütet bald 65 Wohnungen

Neubaugebiet „Guter Hirte“ hütet bald 65 Wohnungen

Von: Matthias Hinrichs
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Das Wohnprojekt „Guter Hirte“ an der Süsterfeldstraße nimmt bald Gestalt an: Das ehemalige, denkmalgeschützte Kloster soll ab Frühjahr 2018 umgebaut werden. Ein deutsch-österreichisches Investorengespann will direkt daneben zudem einen Neubau mit 219 Miniappartements für Studierende errichten. Unmittelbar dahinter, am Westbahnhof, gehen zwei Aachener Bauherren im Rahmen des Projekts „Campus Wohnen“ in den Endspurt zur Schaffung von weiteren rund 300 Wohneinheiten. Foto: Andreas Steindl
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Alt und Neu im Ensemble: Neben dem Kloster planen die Investoren Value One und Ideal Wohnen ein Appartementhaus mit 219 Studentenwohnungen. Foto: Jaspers
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Alt und Neu im Ensemble: Neben dem Kloster planen die Investoren Value One und Ideal Wohnen ein Appartementhaus mit 219 Studentenwohnungen. Animation: Fix Visuals

Aachen. Der Weg zum nächsten ambitionierten Immobilienprojekt im Aachener Westen ist im Wortsinne geebnet – die Erschließung des über 30.000 Quadratmeter großen Neubaugebiets „Guter Hirte“ ist so gut wie abgeschlossen.

„Und wir haben bereits angefangen zu bauen“, berichtet Anke Berns, Geschäftsführerin der Aachener Projektgesellschaft Campus Wohnen, die voraussichtlich bis Ende 2019 rund 300 neue Wohneinheiten an der Süsterfeldstraße errichten will.

Damit nicht genug: Im kommenden Frühjahr soll nun auch der Um- und Ausbau des gleichnamigen ehemaligen Klosters selbst durchstarten. Vor wenigen Tagen hat die österreichische Value One AG gemeinsam mit dem Kölner Unternehmen Ideal Wohnen den circa 130 Jahre alten denkmalgeschützten Gebäudekomplex vom Erkelenzer Projektentwickler Schleiff erworben, wie das Unternehmen mit Hauptsitz in Wien am Donnerstag auf Nachfrage bestätigte.

Bis zum Herbst 2019 sollen auf dem 7240 Quadratmeter umfassenden Grundstück unmittelbar an der Süsterfeldstraße nun weitere insgesamt 284 Wohneinheiten geschaffen werden. Im Altbau selbst, in dem zuletzt die Künstler des Atelierhauses Aachen beheimatet waren, sind 67 Wohnungen mit Flächen zwischen 25 und 140 Quadratmetern geplant.

Gleich nebenan soll ein sechsgeschossiger Neubau errichtet werden, der Platz für 219 hochwertige und voll ausgestattete, knapp über 20 Quadratmeter große Studentenappartements bietet. Ferner werden dort neben einer großen „Lobby“ mehrere Aufenthaltsräume, gemeinschaftliche Lernplätze, ein Fitnessraum sowie ein Waschcenter entstehen. Außerdem ist eine Tiefgarage mit 132 Stellplätzen geplant.

Im Außenbereich soll eine Car-Sharing-Station für Elektroautos und eine E-Bike-Station geschaffen werden. Die Vermarktung übernimmt die Value-One-Tochter „Mile-stone“, die damit ihre Verkaufsaktivitäten erstmals auch in Deutschland startet. Zwischen den Gebäuden des „Milestone Campus West“, wie die Investoren das Projekt getauft haben, bleibt Raum für einen nahezu quadratisch angelegten Innenhof.

Im Ganzen wollen die neuen Bauherren rund 50 Millionen Euro auf dem Eckgrundstück investieren. Die Baugenehmigung ist bereits erteilt, bestätigte Stefan Herrmann vom städtischen Pressebüro. Im April sollen die ersten Bagger anrollen.

Im Internet buhlt „Milestone“ bereits um private Käufer „in direkter Nachbarschaft zur Exzellenz-Uni“ RWTH Aachen, die auf dem ehemaligen Bahngelände bekanntlich fünf weitere Forschungscluster ansiedeln will. „Wir gehen davon aus, dass das Projekt bis zum Oktober 2019 komplett abgeschlossen ist“, erklärte Ulf-Harald Koepke, Geschäftsführer von Ideal Wohnen, am Donnerstag.

Unterdessen steht auch das benachbarte Quartier „Campus Wohnen – Guter Hirte“ unmittelbar vor seiner Realisierung. „Ende Januar sollen die ersten Rohbauten für zunächst 106 Wohneinheiten fertiggestellt sein“, erklärte Anke Berns, Chefin des gleichnamigen Projektgesellschaft und auch Geschäftsführerin des Aachener Immobilienunternehmens Bausch, das die Entwicklung in Kooperation mit der Derichs&Konertz-Tochter Dekoncepta übernommen hat.

Auf dem knapp 3,3 Hektar großen Areal zwischen dem neuen RWTH-Campus West und der Süsterfeldstraße sollen insgesamt rund 300 Wohneinheiten gebaut werden. Neben 30 sogenannten Stadthäusern entstehen dort knapp 170 Eigentumswohnungen sowie 104 öffentlich geförderte Wohnungen.

Bausch und Dekoncepta hatten das Gelände unweit des Bendplatzes vor einigen Jahren im Zuge einer Ausschreibung erworben. Die Planung hat das Aachener Büro „pbs Architekten“ übernommen, das als Sieger aus einem internationalen Wettbewerb zur Gestaltung des neuen Wohngebiets hervorgegangen war.

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