Neptun-Ass drückt die Daumen

Von: tdt
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Mit fliegenden Fahnen im Wortsinne untergehen: Wasserspringer Johannes Donay springt mit der „72 Stunden”-Flagge. Er ist Schirmherr der Sozialaktion, bei der Jugendliche an drei Tagen viel Engagement zeigen werden. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Johannes Donay kann man sich gut als Vorbild vorstellen. Viele Wettbewerbe hat der 18-jährige Turmspringer vom SV Neptun Aachen bereits gewonnen. Zuletzt sprang in ganz Europa nur einer besser als er und bei der Junioren-WM bekam er die Bronzemedaille.

Kein Wunder, dass er es schon als Jugendlicher zum Schirmherrn einer Sozialaktion der katholischen Jugendorganisation BDKJ gebracht hat. „72 Stunden” ist der Name der bundesweit realisierten Idee und innerhalb von 72 Stunden werden vom 7. bis 10. Mai allein im Bistum Aachen über 5000 Teilnehmer zeigen, dass Jugend alles andere ist als egoistisch.

„Uns schickt der Himmel” lautet das Motto und in mehr als 212 Gruppen werden die Teilnehmer etwas für andere bewegen - weit über die katholischen Jugendverbände hinaus, wie Koordinator Gerhard Nellessen erklärt: „Hier nehmen verschiedenste Jugendgruppen teil, auch Schulklassen.”

Viele Teilnehmer wissen im Vorfeld nicht einmal, was sie erwartet. Für sie gibt es am 7. Mai einen Auftrag, bevor der 72-Stunden-Countdown lostickt. Die Resonanz in der Region ist jedenfalls positiv: 1800 Teilnehmer tummeln sich in 70 Gruppen. Längst angefangen hat die Waldorfschule, deren Drittklässler eine neue Kletterwand fast fertiggestellt haben.

Beeindruckend ist auch die Aktion der Jugendlichen vom Vinzenzheim: Statt sich selber helfen zu lassen, verlassen die teils schwerst Behinderten ihr Heim, um im Altenheim Forst ein großes Fest mit selbstgekochtem Essen und viel Programm zu gestalten.

Johannes Donay musste nicht lange überlegen, die Schirmherrschaft zu übernehmen, als der Vorstand des SV Neptun ihn vorschlug. Natürlich mit einem fotowürdigen Sprung ins kalte Nass vom Zehnmeterturm - die 72- Stunden-Fahne in der Hand.

„Eine gute Aktion, etwas für Andere zu tun”, sagt Turmspringer Donay und erzählt davon, wie er selber auch beim SV Neptun von seinen Ausbildern profitiert.

Die helfen ihm auf dem Weg zum Weltcup 2010 und - so der Wunsch - den Olympischen Spielen 2012. Dann wird Aachens Jugend ihm genauso die Daumen drücken, wie er den kommenden Gruppenprojekten für soziale Zwecke - wenn in 72 Stunden so mancher merkt, was Mitmenschlichkeit bedeuten kann.
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