„Neon Grave” gewinnt den ersten Brander Band-Contest

Von: Gerd Simons
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Rocken, was die Finger, Ohren
Rocken, was die Finger, Ohren und Haare hergeben: Am Ende überzeugte die Band „Neon Grave” die Jury bei ersten Brander Band Contest am Wochenende. Foto: Gerd Simons

Aachen. Um die Aachener Musikszene ist es wohl gut bestellt. „Und um den dazugehörenden Nachwuchs mache ich mir keinerlei Sorgen”, sagt Tom Reissen, Kulturkoordinator der Gesamtschule Aachen-Brand, im Brustton der Überzeugung.

„Was wir heute beim 1. Brander Band Contest (BBC) hier im Pädagogischen Zentrum der Schule erleben durften, hat mich völlig überrascht. Mit welcher Professionalität, Willensstärke und Überzeugung diese vier Final-Bands hier ihre Stilrichtungen präsentieren, hat mich wirklich umgehauen.”

Die Zeit war längst reif

Gemeinsam mit rund 250 weiteren Gästen - vom Schüler/Jugendlichen über Eltern und bis hin zu Vertretern des Lehrkörpers - war Tom Reissen Augenzeuge der Finalveranstaltung des 1. BBC, dass das Jugend- und Begegnungshaus „JUB - Das Netz” in enger Kooperation mit der Gesamtschule Brand gestemmt hat. Insgesamt sechs Bands mit Musikern im Alter von 14 bis 21 Jahren hatten sich für Nachwuchswettbewerb beworben, und die Kapellen Neon Grave, Blue Haze, Fuse und Lavender hatte sich in zwei Vorrunden für das Finale qualifiziert.

Schon im Vorfeld hatten alle Bands bestätigt, dass die Zeit für ein solches Festival in Brand reif sei, sich alle Bands gut verstehen würden und der Konkurrenzgedanke an der Pforte beim Hausmeister abgegeben werde. „Hier geht es nur um die Gemeinschaft, um Gemeinsamkeiten, um kollektiven Spaß und die Chance, sich und die eigenen Songs in einem größeren Rahmen zu präsentieren”, erzählte Rica Kouhl, die gemeinsam mit Julia Debois als Moderatorin souverän durch den Rockabend führte.

Eine schwere, aber lösbare Aufgabe fiel der Band Lavender zu, die mit einem gelungen Auftritt das Herzschlagfinale eröffnet hatte. Hard-Rock vom Feinsten hatten sich die Youngster von Blue Haze auf die Fahnen geschrieben, die mit der gesanglichen weiblichen Doppelspitze Keyla Berressem und Kim Becker ihre Songs präsentierten.

Metal-Fans aus dem Häuschen

Beim Auftritt von Neon Grave tummelten sich rund 60 Metal-Fans vor der Bühne, headbangten, was die Halsmuskeln hergaben. Feine Pop-Songs steuerte die Band Fuse bei, die in der klassischen Rock-Besetzung Bass, Gitarre und Schlagzeug zu überzeugen wusste.

Eine schwere Aufgabe hatte die Jury, bestehend aus Patrick Gier (Leiter des JUB), Tom Reissen und Musiker Dirk Mansfeld, zu erfüllen, die die Leistungen der Bands nach den Gesichtspunkten Songwriting, technischem Können und Show/Gesang zu beurteilen hatten. Kontrovers wurde bei der Jury-Sitzung diskutiert und alle noch so kleinen Dinge in die Waagschale geworfen. Zusätzlich konnte dann noch das Publikum mittels einer Stimmkarte den Sieger mitbestimmen.

Brachiale Töne, gepaart mit einer mitreißenden Show, demonstrierte Publikumsnähe und ein ausdrucksstarker Sänger gaben bei diesem Herzschlagfinale den Ausschlag und die „Thrasher” von Neon Grave konnten sich als erste Band in die Siegerliste des Brander Band Contests eintragen.

„Es war ein toller Abend und wir hatten einen großartigen Auftritt”, zog Jens Kaldenbach, Bassist von Neon Grave, ein mehr als positiven Fazit. Wahrscheinlich auch deshalb, weil er sich an seinem 18. Geburtstag mit dem Gewinn des mit einer professionellen DVD-Aufnahme dotierten 1. Brander Band Contests das wohl größte Geburtstagsgeschenk selbst gemacht hat. Den zweiten Rang belegte Fuse vor Lavender und Blue Haze.
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