„Navibil”: Grüne wollen elektronischen Stadtplan einführen

Von: rub
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Aachen. Kopfsteinpflaster, Treppen in der Innenstadt, Bordsteine - die scheinbar einfachsten Wege können für Rollstuhlfahrer im Alltag zu einem großen Problem werden, besonders in einer fremden Stadt.

Die Grünen wollen hier Abhilfe schaffen und ein Navigationssystem für behinderte Menschen in Aachen einführen. „Seit einigen Monaten gibt es in Koblenz eine elektronische Navigationshilfe für Behinderte, die von zwei 15-jährigen Schülerinnen und vom Fraunhofer Institut in Nürnberg entwickelt wurde”, lobt Bürgermeisterin Hilde Scheidt (Grüne).

„Navibil”, wie das kleine Gerät genannt wurde, wird wie andere Navigationssysteme auf einem Taschencomputer installiert und bietet dann behinderten Menschen alle notwendigen Daten, wie zum Beispiel für Rollstuhlfahrer den problemlosesten Weg zu einem behindertengerechten Eingang, Art des Straßenbelags, eventuelle Steigungen, für Behinderte taugliche Toiletten und ähnliche Dinge.

Gerade auch im Zusammenhang mit der Route Charlemagne, für die ein äußerst moderner elektronischer Führer angeschafft wird (die AZ berichtete), sei die von den Grünen gewünschte Navigationshilfe äußerst sinnvoll. „Vielen Leuten könnte durch so ein Gerät sehr geholfen werden”, ist auch Georg Hilfrich überzeugt. „Immer mehr Menschen sind auf einen Rollator angewiesen, auch für sie wäre so ein Gerät sehr nützlich.”

Die Kosten für die Erstellung der Software schätzen Scheidt und Hilfrich als sehr überschaubar ein, vor allem, da man auf Mitarbeiter der Verwaltung zurückgreifen könne, ebenso sei der Einsatz von Studenten im Rahmen eines Studienprojektes denkbar.

Ähnlich wie in Koblenz sollen diese Geräte dann auch bei der Touristen-Information zu leihen sein. So sollen auch nicht Aachener in den Genuss dieses Gerätes kommen, das sich in Koblenz großer Beliebtheit erfreut.

In Gesprächen mit Behindertenverbänden sollen die genauen Anforderungen an die Datenbank geklärt werden. Noch vor den Sommerferien erwarten die Grünen eine genaue Verwaltungsvorlage zu ihrem Ratsantrag. „Wir wollen, dass Aachen die erste Stadt in Nordrhein-Westfalen mit einem solchen Gerät wird”, sagt Hilde Scheidt.
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