Nordeifel - Narzissen-Wanderungen: Die Hochblüte steht kurz bevor

Narzissen-Wanderungen: Die Hochblüte steht kurz bevor

Von: P. St.
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Nordeifel. Gezählt hat sie noch niemand, aber nach glaubhaften Schätzungen des Naturparks Hohes Venn-Eifel sollen es jedes Jahr rund sieben Millionen Narzissenblüten sein, die auch in diesem April in den Bachtälern bei Hollerath und Monschau erblühen.

Die wilde Narzisse löst auch im Frühjahr 2015 wieder eine wilde Jagd von Wanderern und Neugierigen auf das in der Tat außergewöhnliche Naturschauspiel aus.

Besonders hoch im Kurs stehen das Perlenbach- und Fuhrtsbachtal zwischen Kalterherberg und Höfen und man kann die Mitarbeiter der Monschau-Touristik und im Nationalparktor Höfen nur bewundern, die in diesen Tagen stündlich zwischen 30 und 50 Anfragen von potenziellen Besuchern nach dem aktuellen Stand der Narzissenblüte geduldig und persönlich beantworten. „Wir wollen vermeiden, dass jemand enttäuscht oder verärgert nach Hause fährt, weil er keine Narzissen gesehen hat“, erläutert Barbara Frohnhoff von der Monschau-Touristik, denn die Gäste kommen oft von weither.

Mindestens jeden zweiten Tag überzeugt sich ein Mitarbeiter vor Ort vom Blütezustand der gelben Wildnarzisse (Narcissus pseudonarcissus). Bereits seit Karfreitag bietet der Naturpark Hohes Venn-Eifel ab dem Haus Seebend geführte Wanderungen an, auch wenn die Blüte noch recht bescheiden ist. Im Perlenbachtal blühen die Narzissen derzeit zwischen oberem und unteren Steg bereits recht kräftig, wie auch an der Höfener Talseite in Richtung Jägersief und teilweise auch auf dem Weg zur Bieley.

In den sonnenärmeren Bereichen aber verstecken sich die Narzissen noch und der Naturfreund muss noch etwas Geduld mitbringen. Wenn die derzeitigen Temperaturen nicht mehr dramatisch nach oben oder unten ausschlagen, dann dürfte in rund zehn Tagen die Hochblüte der Narzissenblüte zu bewundern sein. Das wäre auch ganz im Sinne von Naturpark und Nationalpark Eifel, die am 26. April gemeinsam zum großen „Wanderopening“ mit zahlreichen Angeboten am Nationalparktor Höfen einladen.

Ungebrochen hoch ist der Bedarf an geführten Wanderungen, zumal die Wanderführer gezielt jene Bereiche ansteuern, wo die Narzissen bereits in voller Blüte stehen, wenngleich am Ende nur ein Bruchteil der Besucher sich den Wandergruppen anschließt.

Im Vorfeld der Narzissen-Saison hat die Monschau-Touristik auch den Kontakt mit dem belgischen Militärlager Elsenborn gesucht, da ein Teil des Narzissengebietes (Bieley) im Sperrgebiet des Lagers liegt. In den Osterferien hat das belgische Militär von Schießübungen und damit verbundenen Sperrungen abgesehen. Wie es in den nächsten Wochen um militärische Aktivitäten steht, ist noch nicht bekannt. Sollte an bestimmten Tagen aber die Bieley zur „roten Zone“ erklärt werden, werde die Monschau-Touristik umgehend auf ihrer Internet-Seite darüber informieren, erläutert Barbara Frohnhoff.

Viele Menschen in der Natur erfordern auch die erhöhte Aufmerksamkeit der Rettungsdienste. Erst am vergangenen Wochenende musste ein Teilnehmer einer geführten Wanderung nach Herzbeschwerden durch den Wanderführer reanimiert werden, ehe er dem Rettungsdienst übergeben wurde.

Für den Notfall, erläutert Barbara Frohnhoff, hätte sich das neue eingerichtete Netz von Rettungspunkten im Wald hervorragend bewährt. Dies sei für Wanderer und Rettungskräfte eine große Hilfe.

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