Brand - „Nagel-Anschlag“ schlägt hohe Wellen

„Nagel-Anschlag“ schlägt hohe Wellen

Von: Stefan Herrmann
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So heimtückisch sind die Nägel in den Kunstrasen gesteckt worden: Am vergangenen Freitag demonstrierten DJK-Abteilungsleiter Patric Toussaint und Vorsitzende Walburga Decker, wie die Nagelspitzen aus dem Boden ragten. Foto: Martin Ratajczak

Brand. Es war kein normales Heimspiel-Wochenende, auf das Petra Vaterrodt und ihre Vereinskollegen am Montag zurückblickten. Vergangene Woche wurde bekannt, dass Unbekannte einen perfiden Sabotageakt mit Stahlnägeln auf den Kunstrasenplatz der DJK Rasensport Brand verübt hatten und so mutwillig schwere Verletzungen von Hobbysportlern in Kauf nahmen.

Die gute Nachricht, die die Raspo-Geschäftsführerin am Montag mitteilen konnte, lautet: Alle Partien gingen reibungslos über die Bühne. Auch weitere Nägel sind glücklicherweise nicht mehr gefunden worden. Aber auch: „Leider haben wir bisher keine Hinweise erhalten, wer für die Tat verantwortlich ist“, sagte Vaterrodt am Montag.

Perfide Vorgehensweise

Der „Nagel-Anschlag“ schlägt hohe Wellen: Im sozialen Netzwerk Facebook reagierten zahlreiche User fassungslos darauf, dass rund 100 Nägel im Fünfmeterraum des Platzes verteilt worden sind. „Das ist unglaublich“, „Einfach nur krank“, „Da fehlen einem echt die Worte“ ist online in den Kommentaren zum AZ-Artikel zu lesen.

Was viele mit dem Kopf schütteln lässt: Die Nägel wurden nicht einfach achtlos auf dem Platz verteilt. Einige waren so in den Granulat-Sand-Untergrund gesteckt worden, dass die Spitzen nach oben zeigten. Eine gezielte Aktion, die Zeit in Anspruch nimmt und von der besonderen Heimtücke zeugt, mit der der oder die Täter zu Werke gegangen sind.

Spieler der 1. Herrenmannschaft von Raspo Brand entdeckten die Nägel am vergangenen Dienstagabend bei Aufwärmübungen kurz vor dem Training. Etwa 100 Stück sammelten sie ein. Selbst einige Tage später entdeckten Vereinsmitglieder noch Nägel auf dem Platz. Zu Schaden gekommen ist durch den Sabotageakt glücklicherweise niemand.

Beim Brander Verein ist man weiterhin fassungslos über die Tat. Mittlerweile haben sich auch Fernsehsender und Radiostationen bei Geschäftsführerin Vaterrodt gemeldet. Der Sabotageakt auf die Sportanlage hat ein Medieninteresse geweckt, auf das der Verein sicherlich gerne verzichtet hätte. Trotzdem hofft man so, möglicherweise doch noch den entscheidenden Hinweis zu bekommen, der zu dem Täter oder den Tätern führt.

Stadt sucht Gespräch mit Verein

Um letzte Zweifel zu beseitigen, dass doch noch ein bisher unentdeckter Nagel in dem schwarz-grünen Untergrund steckt, soll der Kunstrasenplatz am  Dienstag vom Stadtbetrieb gründlich gereinigt werden, wie Björn Gürtler vom städtischen Presseamt  mitteilte. Aufgrund der nasskalten Witterung der vergangenen Tage sei dies bisher nicht möglich gewesen, so Gürtler. Bei der Stadt als Eigentümerin der Sportanlage Wolferskaul herrscht ebenso wie beim betroffenen Verein weiterhin Bestürzung über die Tat. „Zum Glück ist niemandem etwas passiert“, so der Sprecher.

Der Verein hat bereits angekündigt, in modernere Überwachungskameras investieren zu wollen, um die Sicherheit am Brander Sportplatz zu erhöhen. Die Stadt möchte nach dem Vorfall ebenfalls weitere Gespräche mit der DJK führen.

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