Kornelimünster-Walheim - Nadelöhr Walheim: Protest gegen Schleichverkehr wächst weiter

Nadelöhr Walheim: Protest gegen Schleichverkehr wächst weiter

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:
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"Nadelöhr"? "Umleitung"? Nun beschweren sich die Anwohner an der Schleidener Straße. Foto: G. Sander

Kornelimünster-Walheim. „Nadelöhr“ und „Umleitung“ sind derzeit die Schlagwörter für verärgerte Autofahrer und Bewohner der Schleidener Straße und Albert-Einstein-Straße in Walheim. In Sitzung der der Bezirksvertretung, in der es um den Ausbau der Schleidener Straße, die Bauabwicklung und die aktuelle Umleitung durch die Albert-Einstein-Straße ging, war der gute Wille erkennbar, aber eine zufriedenstellende Lösung für alle Seiten ließ noch auf sich warten.

Die Anwohner der Schleidener Straße müssen sich mit den Widrigkeiten des Umbaus wohl oder übel arrangieren, bei den Anwohnern der Albert-Einstein-Straße hat sich der Protest wegen der Umleitung des Verkehrs aus Richtung Kornelimünster keineswegs beruhigt. Die Anwohner wehren sich vehement; die 40 Jahre alte Gemeindestraße könne die Belastung durch den Ausweichverkehr von der Bundesstraße nicht verkraften.

Bereits nach wenigen Tagen seien Straßenschäden nicht zu übersehen gewesen. Diese wiederum verursachten jetzt eine große Lärmbelästigung. Defekte Gullys würden zudem bald schon eine echte Gefahr darstellen. Damit nicht genug: Bei Ausweichmanövern würden große Bereiche der Gehwege auch von Lkw und Bussen „munter befahren“, hieß es. Eltern ließen ihre Kinder nicht mehr nach draußen.

Bereits morgens rauschten bis zu 50 Lkw und Busse (ohne Pkw) durch die 30-er-Zone, so die Beschwerde. Der Ruf nach Kontrollen wurde laut.

Lösungsvorschlag der Anwohner: ein „Zweirichtungsverkehr“ während der Bauzeit auf der Schleidener Straße. Die sei breit genug, das Ansinnen könne ohne weiteres umgesetzt werden. Die Bezirksvertretung möge den Vorschlag prüfen. Regina Poth, zuständige Abteilungsleiterin bei der Stadt, konterte die Kritik mit dem Hinweis, dass Umleitungen nun einmal erforderlich seien, wenn entsprechende Umbaumaßnahmen anstünden – und auch andernorts akzeptiert würden.

Auch von den Anwohnern der Schleidener Straße werden unterdessen Klagen laut, das Projekt gehe oftmals schleppend vonstatten. So komme es mehrmals täglich zu Staus bei der Materialanlieferung. Das sei kaum nachzuvollziehen, hieß es.

Politik wirbt um Verständnis

Die Politik warb um Verständnis für die dringend erforderliche Maßnahme, forderte die Verwaltung aber auf, sich Gedanken zu machen, wie die Situation erträglicher gestaltet werden könne. Wegen der gerade begonnenen Bauarbeiten auf der Monschauer Straße zwischen Lichtenbusch und Oberforstbach werde der Verkehr Richtung Eifel, so wird befürchtet, verstärkt über die Autobahnausfahrt Brand Richtung Walheim fahren. Vorschlag der Bezirksvertreter: Bereits auf der Autobahn könne ein Hinweis auf das „Nadelöhr“ Walheim erfolgen.

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