Aachen - Nadelöhr Neupforte: Schilderwald gelichtet

Nadelöhr Neupforte: Schilderwald gelichtet

Von: Matthias Hinrichs
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Schilderspuk beendet: Die Halt
Schilderspuk beendet: Die Halteverbote an der Neupforte sind nach wochenlangem Stillstand in Sachen Kabelverlegungen jetzt aufgehoben worden. Auch der Engpass an der Einmündung zum Hirschgraben soll binnen weniger Tage beseitigt sein, versprechen die Verantwortlichen bei Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die schmale, aber heftig frequentierte Zufahrt zum Parkhaus am Markt macht ihrem Namen dieser Tage weniger Ehre denn je. Bereits an der Neupforte „pöngeln” sich die Pkw seit Wochen permanent, während die geplanten Kanalbauarbeiten in der Mostardstraße noch gar nicht in die heiße Phase gegangen sind.

Eine kleine Absperrung an der Ecke Hirschgraben sorgt für großen Ärger - und nicht nur die. Mindestens ebenso sauer sind Bürger und Gewerbetreibende aus dem Umfeld über eine Baustelle, die so recht (bislang) gar keine war.

„Seit Wochen sind die Parkplätze auf beiden Seiten durch Halteverbote blockiert”, schimpft Helga Hepple. Ab 6. März, entnahm man der üppigen Beschilderung bislang, waren die Seitenstreifen „wegen Bauarbeiten” tagsüber tabu. Allein, von Buddeln und Baggern sei so gut wie nichts zu sehen gewesen, so die Anwohnerin. Vereinzelt seien allenfalls Baufahrzeuge in den Pkw-Buchten gesichtet worden.

Freitag allerdings hat die Stadt dem Spuk erst einmal ein Ende gemacht; nachdem diverse Beschwerden eingegangen waren, wurden die Schilder wieder eingesammelt - bis auf Weiteres. „Das ist in der Tat nicht sehr glücklich gelaufen”, räumt Thomas Schwabe von NetAachen, ein. „Wir bedauern das sehr, aber wir haben die Parkflächen benötigt, um Bagger und Materialien abzustellen, während im Umfeld punktuelle Bohrungen gemacht wurden.” Die weitere Verlegung von Glasfaserkabel werde nun aber zügig vorangetrieben, gelobt der Unternehmenssprecher.

Pannen kurzfristig ausgebügelt

Und bekennt, dass der Fortgang des Projekts an der Neupforte sich auch deshalb verzögert habe, weil die Arbeiter kurzfristig andernorts aktiv werden mussten - nicht zuletzt galt es nach AZ-Informationen unter anderem, diverse „Altlasten” bei der Neuinstallierung von Telekommunikationsleitungen zu beseitigen. Die waren durch Pannen verursacht worden, die aufs Konto der inzwischen in die Pleite gerutschten, vordem mit der Ausführung beauftragten Firma gehen. Im vorderen Bereich der Neupforte wurde der Gehweg unterdessen bereits vor rund drei Wochen aufgerissen.

„Wir mussten dort eine Leitung quer unter der Straße hindurch verlegen”, erklärt Schwabe. Fußgänger müssen deshalb derzeit einen Teil der Fahrbahn benutzen, die dadurch natürlich entsprechend verengt wurde. „In den vergangenen drei Wochen haben wir dort aber niemanden arbeiten sehen”, zürnt auch Andreas Busche, Inhaber eines Weinlokals direkt gegenüber. „Es ist ja okay, wenn dort Kabel verlegt werden - aber dann sollte man für die paar Meter doch schneller vorankommen können.” Vor allem die Geschäfte auf der betroffenen Seite, darunter ein türkisches Restaurant, hätten das Nachsehen, weil sie nur noch über schmale Stege erreichbar sind.

Dem werde jetzt umgehend abgeholfen, verspricht Schwabe. „Ab Montag geht es auf jeden Fall weiter.” Das Nadelöhr könne binnen weniger Tage beseitigt werden.
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