Nadelöhr am Tivoli soll verschwinden

Von: Oliver Schmetz
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Gefährliches Nadelöhr: Nach
Gefährliches Nadelöhr: Nach Spielende knubbelt es sich auf dem Bürgersteig am Tivoli - auch wenn nur wenige Fans kommen, wie hier im April dieses Jahres gegen Aue. Foto: Stadt Aachen

Aachen. Bekannt ist das Nadelöhr am Tivoli schon seit knapp zwei Jahren. Genau dort, wo der Vorplatz des neuen Stadions zur City hin endet, werden die Fan-Massen auf einen 2,50 Meter schmalen Bürgersteig gepresst - und das auch noch da, wo die Fußgängerströme von einer Ampel aufgehalten werden.

Die Folge: Es knubbelt sich kolossal. Immer wieder weichen Passanten auf Radweg und Fahrbahn aus, wo kurz nach Spielende ohnehin dichter Verkehr herrscht. Mitunter mischen sich auch noch Taxis in das Getümmel am Straßenrand. Oder es halten dort - wie schon geschehen - Reisebusse und machen das Chaos komplett.

Gefährlicher Verkehrsmix

Der gefährliche Verkehrsmix war schon bei der Eröffnung im August 2009 zu beobachten. Damals war das Stadion mit knapp 33.000 Zuschauern ausverkauft, doch die Erfahrung zeigt, dass weit weniger Fans ausreichen, um die Kapazität des Bürgersteigs zwischen Vorplatz und alter Fußgängerbrücke zu überfordern. Denn: Wer nach Spielende zu Fuß Richtung Innenstadt will, geht dort entlang. Das beste Beispiel lieferte der 17. April dieses Jahres. Da knubbelte es sich wieder, obwohl gegen Aue gerade einmal 13.000 Zuschauer gekommen waren.

Kurz zuvor hatte die SPD per Ratsantrag Verbesserungen gefordert, und jetzt will die Verwaltung handeln. In der Bezirksvertretung Mitte wird sie am Mittwoch der Politik vorschlagen, den Bürgersteig zwischen Tivoli und alter Brücke auf der Stadionseite um zwei Meter zu verbreitern. Der Grünstreifen zur Straße hin soll dafür nicht angetastet werden - aus Sicherheitsgründen. Weichen soll eine Hecke, die das Grundstück des früheren „Zweistromlandes” abtrennt.

Die Politik müsste aber nicht nur Ja sagen, sondern auch den Bebauungsplan „Alter Tivoli” ändern, weil dessen Fläche geringfügig tangiert werden würde. Außerdem hat die Verwaltung noch nicht berechnet, was das Ganze kostet. Und noch weiß auch keiner, aus welchem Haushaltstopf das Geld kommen soll.

Damit dürfte es sich auch in der nächsten Saison noch oft knubbeln am Tivoli. Das Nadelöhr soll zwar verschwinden. Bloß wann, das steht noch in den Sternen.
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