Nadelfabrik rückt Syrien in den Blickpunkt

Von: Sarah Schach
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Syrien rückt in den Mittelpunkt: In der Nadelfabrik startet am Dienstag eine Veranstaltungsreihe – zunächst mit einer Ausstellung. Zudem gibt es Lesungen, Vorträge und Filme zum Thema. Foto: Harald Krömer

Aachen. In den kommenden Wochen kann man in der Nadelfabrik wieder verschiedene Veranstaltungen mit spannenden Themenschwerpunkten erleben. Mit einem Fokus auf Syrien und den Nahen Osten finden vom 10. bis 17. März eine Fotoausstellung, Lesungen und Vorträge statt.

Dabei wird gemeinsam mit dem Aachener Schriftsteller Suleman Taufiq die Entwicklung im Nahen Osten, speziell in Syrien, unter die Lupe genommen. Die Fotoausstellung mit dem Titel „Syrische Tragödie – 5000 Jahre Kultur in Gefahr“ wird am 10. März (19 Uhr) eröffnet. Am 13. März (19 Uhr) liest Suleman Taufiq, der selbst vor 44 Jahren als 18 -jähriger junger Mann und syrischer Flüchtling nach Deutschland kam, aus dem Buch „Mein Aleppo“. Der Abend wird von einem syrischen Cellisten begleitet, der ebenfalls als Flüchtling nach Deutschland kam. Am 17. März hält der ehemalige ARD-Korrespondent Jörg Armbruster einen Vortrag. Als Auslandskorrespondent war er lange Zeit als Journalist im Nahen Osten tätig, unter anderem auch in Syrien, wo er 2013 im nordsyrischen Aleppo in einen Schusswechsel geriet und schwer verletzt wurde.

Eine weitere Ausstellung findet vom 25. März bis 2. April statt. Hier steht das Thema Architektur von Migranten in Deutschland im Mittelpunkt. Im Rahmen einer Projektarbeit hat der Lehrstuhl für Gebäudelehre der RWTH Aachen die Architektur von Migranten untersucht. Im Zuge dieser Arbeit entstand die Ausstellung mit Zeichnungen und Plänen. Sie werden zur Eröffnung am 25. März (19 Uhr) in einem Vortrag erläutert.

Zum Schwerpunkt Architektur und Nahost zeigt die Nadelfabrik im April Filme im Foyer. Der Eintritt ist frei. Am 17. April (19 Uhr) wird der Film „Ein Sommer in New York – The Visitor“ (2007) vorgeführt, der sich einfühlsam mit der Einwanderungsproblematik beschäftigt. Einen Abend später, am 18. April (19 Uhr), läuft der libanesisch-französische Film „Caramel“ (2007), der unterhaltsam die Geschichten von fünf Frauen in Beirut erzählt. Mit Unterstützung des Das Da Theaters wird schließlich am 30. Mai die Open-Air-Saison im Kennedypark eröffnet.

Als Leiter der Nadelfabrik meint Walter Köth, dass es ein Hauptziel sei, das Potential des Viertels zu zeigen und das „restliche“ Aachen von der Freundlichkeit und Friedlichkeit des Bezirks zu überzeugen. Die Nadelfabrik trägt den Untertitel „Haus der Identität und Integration“. Zum einen ist hier das Stadtarchiv ansässig, das für die Identität und Geschichte Aachens steht. Zum anderen befindet sich die Nadelfabrik mitten in einem Stadtteil, der zu einem großen Teil von Migranten bewohnt ist. Das Haus solle mit seinem umfangreichen Programm zum Austausch und Kennenlernen der Bevölkerung beitragen, so Heidi Ernst, Integrationsbeauftrage der Stadt Aachen. Hier sollen Menschen und ihre Themen zusammenkommen.

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