„Nadelfabrik” ist Geschichte und Zukunft

Von: Sebastian Dreher
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Aachen. Kurz und prägnant sollte der Name sein, dazu auf die Geschichte des Hauses verweisen und außerdem den Aachener Bürgern ein Begriff sein.

Unter diesen Voraussetzungen wurden seit dem Sommer im Rahmen eines stadtweiten Wettbewerbs griffige Bezeichnungen für das bislang unter dem Arbeitstitel bekannte „Haus der Identität und Integration” gefahndet. Insgesamt 300 Vorschläge kamen aus der Bevölkerung zusammen, viele davon mit Potenzial.

„Wir haben uns letztendlich auf den Namen Nadelfabrik geeinigt”, sagt Dr. Manfred Sicking, Co-Dezernent der Stadt Aachen, „denn unter dem Begriff kennen die Bürger die ehemalige Manufaktur.”

Mit „wir” ist eine Jury gemeint, der unter anderem Bernd Büttgens, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, Grenzlandtheater-Intendant Uwe Brandt und Rick Takvorian vom städtischen Veranstaltungsmanagement angehörten. „Der Name bezieht sich auf die Geschichte des Gebäudes am Reichsweg und lässt sich inhaltlich mit unserem Anliegen verbinden”, erklärte Sicking weiter.

So wie die Nadel Stoffteile verbindet, soll mit der Ansammlung verschiedener Institutionen der Versuch gestartet werden, Kulturen und Nationalitäten zusammenzufügen. Unter den Schwerpunkten Ausbildung, Identität/Integration und Kultur/Bildung/Sport sollen in Zukunft neben dem Stadtteilbüro Ost, der „RAG - Bildung und der Wirtschaftsförderung” das Stadtarchiv, der Soziale Dienst des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule sowie Handwerksbetriebe und Sporteinrichtungen untergebracht werden.

„Wir planen eine enge Zusammenarbeit mit der Nadelfabrik”, sagt Ayse Ulufer, Vorstandsmitglied der türkisch-islamischen Gemeinde „Ditip”. Ulufer saß ebenfalls in der Jury zur Namensfindung und hält viel von der anstehenden Kooperation, besonders in Bezug auf Ausbildung und Integration ihrer türkischen Gemeindemitglieder.

Die Kosten von insgesamt elf Millionen Euro für den Umbau des Gebäudekomplexes konnten zu einem Großteil durch Landesfördergelder finanziert werden. „Wir versprechen uns eine bessere Eingliederung unserer ausländischen Mitbürger”, erklärt Walter Köth vom Fachbereich Wirtschaftsförderung. „Dazu rechnen wir mit einer Aufwertung des gesamten Viertels.”
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