Nachwuchsarchitekten in Aachen gekürt

Von: Marie Ludwig
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Auszeichnungen für Architekturstudenten: In der Nadelfabrik wurden die Baumeister der Zukunft für ihre innovativen Ideen ausgezeichnet. Foto: Kurt Bauer

Aachen. In der Aachener Nadelfabrik herrscht ausgelassene Stimmung, denn die besten Nachwuchsarchitekten im Wettbewerb der Westdeutschen Landesbausparkasse (LBS) und dem Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB) werden gekürt.

Vertreter vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Städteentwicklung und Verkehr NRW, der Architektenkammer NRW und der Stadt Aachen sind gekommen, um Preise an die Nachwuchsarchitekten zu verleihen.

Im diesjährigen Wettbewerb war die Aufgabe, die ehemalige Klaus-Hemmerle-Schule in der Aachener Franzstraße umzufunktionieren. Jurymitglied Frederike Proff erklärt, dass es beim Projekt vor allem auf eines ankam: „Innovative Ideen zu einem neuen Wohnungsquartier.“ Angesichts des immensen Wohnungsbedarfs deutschlandweit setzte die Jury das Thema Wohnungsbau auch in diesem Jahr auf die Agenda.

Dass es in diesem Jahr gerade Aachen als Projektfläche für die Ideen traf, freut nicht nur Christiane Melcher, die Leiterin der Abteilung für Städteentwicklung der Stadt Aachen, sondern auch Natascha Lohner. Lohner studiert an der RWTH Aachen im Master Städteplanung und hat in ihrem Konzept auch eine Kindertagesstätte in das Wohnungsquartier integriert. Vor allem hat sie die Jury jedoch mit der Idee überzeugt, das historische Aachener Dreifensterhaus wieder zum Leben zu erwecken. Für ihr Konzept und „mutige Konstruktion“ erhält die Studentin den Sonderpreis Ankauf.

Den ersten Platz belegten Dominik Briller und Daniel Ajwani von der FH Köln. Insgesamt gingen vier der sechs vergebenen Auszeichnungen an Studenten aus Köln.

Die Jury betont, dass eine konkrete Bauaufgabe eine gute Schule für den späteren Beruf sei. Ernst Uhing, der Präsident der Architektenkammer NRW, richtet seine Kritik direkt an die Lehrinstitutionen. Projektarbeit seien oft viel zu verschult: „Die Arbeitsaufgaben sind oft weit von jeglicher beruflicher Praxis und haben kaum Realitätsbezug.“ Umso wichtiger sei es, dass Studierende mehr Erfahrungen sammelten, so dass der Wettbewerb eine unglaubliche Chance für die jungen Architekten sei.

Wichtig sei jedoch auch, dass die Ideen der Arbeiten nicht verloren gehen sollten, betonen die Organisatoren und appellieren an die Stadt Aachen diese Pläne auch in die Tat umzusetzen. Christiane Melcher, die Leiterin der Abteilung für Städteentwicklung der Stadt Aachen, erinnert jedoch daran, dass die Klaus-Hemmerle-Schule noch mindestens bis 2016 als Unterkunft für Asylbewerber genutzt werde. Weitere Entwicklungen seien noch nicht absehbar.

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