Aachen - Nacht der Wissenschaften: Schüler schauen ganz genau hin

Nacht der Wissenschaften: Schüler schauen ganz genau hin

Von: Rolf Hohl
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Ob Trockeneis (Bild) oder der Lotuseffekt: Die Schülerinnen und Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums erläutern bei der Nacht der Wissenschaften den Besuchern die Welt von Chemie und Physik. Foto: Heike Lachmann
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Ob Trockeneis oder der Lotuseffekt (Bild): Die Schülerinnen und Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums erläutern bei der Nacht der Wissenschaften den Besuchern die Welt von Chemie und Physik. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Das Faszinierende ist häufig im Alltäglichen versteckt. Man entdeckt es, wenn man nur genau genug hinsieht. Das Zusammenwirken von Atomen und Molekülen erschließt sich dem menschlichen Auge erst mit der Unterstützung von technischen Hilfsmittel – und durch das Interesse der Betrachter.

Dieses soll bereits möglichst früh geweckt werden, wie es sich das Anne-Frank-Gymnasium am Hander Weg in Laurensberg zum Ziel gemacht hat. Beim Abend der Naturwissenschaften konnten die Schüler und ihre Eltern nun einen kleinen Einblick in die große Welt von Chemie und Physik bekommen.

Wie viel davon bereits in den ersten Morgenstunden vorkommt, machte der Chemiker Gerhard Heywang in seiner Wissenschafts-Show „Die Chemie zwischen 6.30 Uhr und 7.30 Uhr“ deutlich. „In jeder einzelnen Körperzelle finden pro Sekunde etwa 30.000 chemische Reaktionen statt“, erklärte er den mehrheitlich jungen Zuhörern. In erster Linie wolle er aber die Prozesse außerhalb des menschlichen Körpers aufzeigen.

So führte er in einigen Experimenten beispielsweise die Kraft der Oberflächenspannung des Wassers auf. Wie der Sonnenaufgang gehört auch die tägliche Dusche zum Morgen dazu. Doch wer hat sich schon einmal das Eintauchen eines Tropfens ins Wasser in Ultrazeitlupe angesehen? Wie eine kleine Kugel hüpft der immer kleiner werdende Tropfen auf der Oberfläche dahin, bis er schließlich vollständig eintaucht. Ein kleines Schauspiel, das im Alltag unbeachtet bleibt, aber seine Wirkung beim Publikum an diesem Abend nicht verfehlte. Auch ganz praktische Beispiele, etwa zur chemischen Zusammensetzung von Haarwaschmitteln, zeigte der Chemiker in seiner Show auf.

Nach einer knappen Stunde waren dann der Wissensdurst und die Experimentierfreude der Kinder und Jugendlichen selbst gefragt. In den Fluren der Schule waren verschiedene Stände mit Experimenten und Versuchsaufbauten eingerichtet. Ein 3-D-Drucker zeigte sein Können ebenso wie Lego-Roboter – und wer sich schon das Programmieren zutraute, konnte sich am PC-Spieleklassiker Minecraft ausprobieren.

Am Stand von Greenpeace ging es vor allem um die Biologie –und das mit ganz praktischem Nutzen. Die Nachwuchswissenschaftler lernten gleichzeitig, wie man ein Einkaufsnetz aus Hanfseilen knüpfen kann und wie man damit aktiv einen Beitrag gegen die Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll leistet.

Umweltschutz

Dieser Abend war also nicht nur alleine dazu da, die mikroskopisch kleinen Abläufe in unserer Umwelt besser zu begreifen, sondern die Schüler für den Schutz ebendieser zu sensibilisieren. Die Fähigkeit, mit wachem Geist unterwegs zu sein und genau hinzusehen, ist schließlich nicht nur in der Naturwissenschaft ganz nützlich.

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