Nacht der Unternehmen: Blauer Oktopus lockt neue Mitarbeiter

Von: Eva Onkels
Letzte Aktualisierung:
11181468.jpg
Auswahl: Rund 75 Unternehmen präsentieren sich den frischgebackenen und künftigen Studienabgängern bei der 8. Nacht der Unternehmen. Foto: Ralf Roeger
11181502.jpg
Am Stand des Bioreaktorherstellers „eppendorf“ sollten kleine blaue Oktopusse (links) aus Stoff potenzielle Bewerber anziehen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Es hilft, auffällig zu sein, denn die Konkurrenz ist groß. Das gilt nicht nur für Arbeitnehmer, sondern auch für Arbeitgeber und wird bei der achten Nacht der Unternehmen deutlich. Rund 75 Unternehmen aus Aachen und Umgebung suchten am Dienstagabend im Technologiezentrum am Europaplatz Kontakt zu potenziellen neuen Mitarbeitern.

Wer als Informatiker, Maschinenbauer oder Wirtschaftswissenschaftler in Aachen einen Job sucht, ob Absolvent, noch im Studium oder schon mit jahrelanger Berufserfahrung auf dem Buckel, der hat in der Kaiserstadt sehr gute Chancen.

Wer direkt einen Blick in das Unternehmen erhaschen wollte, für den waren die zahlreichen Bustouren das Mittel der Wahl. Für die Unternehmen ging es darum, sich selbst bekannt zu machen – denn viele sind verhältnismäßig unbekannt.

Der Bioreaktorhersteller „eppendorf“ verteilte aus diesem Grund zum Beispiel kleine blaue Oktopusse aus Stoff an seinem Stand. Das sollte potenzielle Bewerber anziehen. Die aus Hamburg stammende Firma hat einen Produktionsstandort in Jülich. Ihre Bioreaktoren sind im Grunde Tanks, in denen man Zellen bei guter Laune hält. Eingesetzt werden sie für die Produktion von Medikamenten, wie Antibiotika oder Impfstoffen, aber auch in der Lebensmittelindustrie. Das Unternehmen ist auf der Suche nach Softwareingenieuren und -entwicklern, Serviceingenieuren und Entwicklungstechnikern.

Weniger auffällig präsentierte sich beispielsweise „QuinLogic“, ein 2008 in Aachen gegründetes Unternehmen mit bisher 11 Mitarbeitern. Die Firma stellt Software für die Stahlindustrie her: „Im Prinzip eine Software, die immer weiterentwickelt wird“, so drückte es David Liersch, Senior Software Architect der Firma, aus. Es gehe nicht darum, für jedes Problem eine neue Software zu schreiben, sondern darum, bereits vorhandene zu verbessern. Doch der Stand im ersten Obergeschoss erwies sich als etwas nachteilig, denn die Masse der Besucher schob sich durch das Foyer. „Es gibt ja sehr viel Konkurrenz, der Bedarf ist aber da. Wir könnten direkt zwei Stellen besetzen“, so Liersch weiter.

Die „Modell Aachen GmbH“ hat Erfahrung mit der Messe und hat durch die Nacht der Unternehmen schon neue Mitarbeiter gefunden: „Wir sind jedes Mal dabei und es hat auch das ein oder andere Mal zum Erfolg geführt“, meinte Berater Pascal Kreutz lachend. Auffällig sei aber, dass ein sehr großer Teil des Publikums aus dem IT-Bereich komme, obwohl es durchaus viele Jobangebote etwa für Wirtschaftsingenieure oder Wirtschaftswissenschaftler gäbe. Das ist nicht nur bei „Modell Aachen“ so, sondern erwies sich beim Blick in den umfangreichen Katalog für viele Unternehmen als wahr.

Lisa Herzog ist eine derjenigen, die nicht direkt aus der IT-Branche stammt. Sie studiert Schienenfahrzeugtechnik. „Ich möchte mich informieren, welche Unternehmen in der Städteregion Maschinenbauer suchen“, sagte sie. „Davon sind viele Unternehmen da“, ergänzte sie, „und auch viele Leute. Das spricht doch für sich.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert