Nach dem Unglück Zeichen der Hoffnung

Von: Hanna Sturm
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Fast 10.000 Euro kamen zusammen: In der Ottostraße versteigerten Annely Kall und Stefan Skowron Bilder zugunsten des verunglückten Roman Maria Havertz. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Gemälde, Skulpturen, Fotografie - die Auktion ist sehr facettenreich. Mehr als 150 Künstler aus Aachen und Umgebung haben ihre Werke zur Verfügung gestellt, damit sie für Roman Maria Havertz versteigert werden.

Der Künstler wurde im Oktober schwer verletzt, als er in seinem Kleinwagen mit einem Lastwagen zusammenstieß. Inzwischen ist Havertz in Reha und seine Kollegen haben sich zusammengetan, um ihm auch finanziell in den nächsten Monaten beizustehen.

Am 10. Dezember eröffnete im Haus Ottostraße 80 eine Ausstellung „Art for Roman” in der die 300 von den Künstlern gespendeten Werke gezeigt werden. Am Wochenende fanden zwei Versteigerungen statt, eine nach dem üblichen Prozedere und eine im amerikanischen Modus. Bei dieser Auktion geben die Interessenten kein Gebot ab, sondern spenden einen festgesetzten Betrag.

„Ich bin zufrieden”, bilanzierte Annely Kall nach der ersten Versteigerung, bei der vor allem die Bilder mit höherem Marktwert unter den Hammer kamen. Ein Gemälde des renommierten Künstlers Jupp Linssen bildete den Höhepunkt der Auktion und wurde für 3000 Euro versteigert. Obwohl die Besucher zuerst recht zurückhaltend boten, hat Kall das selbst gesteckte Ziel erreicht: Knapp 10.000 Euro sind zusammen gekommen.

„Mit diesem Betrag ist Roman schon eine Zeitlang geholfen”, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands Bildender Künstler Aachen, die Ausstellung und Versteigerung initiiert hatte. So könne er sich weitere Behandlungen und nötige Anschaffungen leisten oder eventuell einen Umzug finanzieren.

Ein Bild beizusteuern sei das mindeste, was sie leisten könne, sagte Thea Pott. Die Künstlerin ist auch die Vorsitzende des Vereins „dreieck.triangle.driehoek”, der die Ausstellung und die Versteigerungen gemeinsam mit der Galerie Artikel 5 und dem Bundesverband Bildender Künstler Aachen organisiert hat. „Roman ist ein guter Freund, sein Schicksal hat mich sehr berührt.” Die Ausstellung zeigt laut Pott „eine großartige Solidarität” unter den Künstlern.

Auch Annely Kall glaubt, dass dieser Einsatz der Kollegen für Havertz ein wichtiges Zeichen für den Verunglückten ist. „Mehr noch als das Geld hilft ihm der Gedanke, dass so viele ihm helfen wollen.”
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