Nach dem Großbrand entsteht ein erweiterter Neubau für das WZL

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Abriss nach dem Millionenschaden: Das Werkzeugmaschinenlabor der RWTH muss komplett neu errichtet werden. Foto: Andreas Steindl

Aachen. An der Steinbachstraße wird der nächste große Wurf in Sachen Neubau fällig – allerdings unabhängig von den gegenwärtigen Campus-Projekten: Nachdem ein Großfeuer die große Versuchshalle des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) der RWTH Aachen im Februar zerstört hat, stehen nun wichtige Weichenstellungen für einen Ersatzbau an.

Der Wiederaufbau der Halle im bisherigen Maßstab sei aufgrund der massiv angestiegenen Anforderungen, die moderne Forschung mit sich bringt, nicht mehr möglich, erklärt Gabriele Golubowitsch, leitende Baudirektorin der RWTH Aachen. „Die Standards bezogen auf Maschinengrößen, Lasten und Sicherheitsaspekte haben sich geändert, und dem muss ein Ersatzbau Rechnung tragen“, sagte sie. Ein Gutachten mache deutlich, dass die absolute Notwendigkeit bestehe, dass eine neue Halle rund 600 Quadratmeter größer ausfallen müsse als der alte Bau.

Wegen der besonderen Bedeutung der Halle für den Forschungsbetrieb befinden sich der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW, das Finanz- sowie das Wissenschaftsministerium NRW und die RWTH Aachen in einem intensiven Abstimmungsprozess, um schnellstmöglich einen Ersatzbau zu errichten, der den Ansprüchen gegenwärtiger und vor allem auch zukünftiger Forschung und Entwicklung an einem weltweit bekannten Institut wie dem WZL gerecht wird.

„Wir sprechen derzeit also über einen modernen, zeitgemäßen Neubau der Halle. Die Planungen werden mit vereinten Kräften vorangetrieben“, sagt Jörg Munsch, Leiter der BLB-Niederlassung Aachen. Für einen Neubau der gewünschten Größenordnung wird mit einer reinen Bauzeit von etwa zwei Jahren gerechnet. Das Nutzersoll liegt seit Kurzem vor. Bevor mit dem Bau begonnen werden könne, müsse die Finanzierung gesichert, die Planung erstellt, genehmigt und mit allen Projektpartnern abgestimmt sein. „Natürlich bemühen sich alle Beteiligten, die Zeit bis zur Fertigstellung im Sinne der Spitzenforschung so kurz wie möglich zu halten“, so der BLB-Chef.

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