Aachen - Nach dem Abriss bleibt die Brache

Nach dem Abriss bleibt die Brache

Von: Thorsten Karbach
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Erhalt des Gebäudes lohnt nicht mehr: An der Richardstraße wird ein städtisches Haus abgerissen. Die Bagger hinterlassen allerdings eine Brache, denn Pläne für das Grundstück gibt es aktuell nicht. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Es gab große Pläne an der Richardstraße. Beim Neujahrsempfang 2012 brachte Städteregionsrat Helmut Etschenberg ein städtisches Grundstück an der Ecke Richardstraße/Gottfriedstraße als Sportstätte für die allseits beliebten Alemannia-Volleyballerinnen ins Spiel.

 Hier sollte eine erstklassige Volleyballhalle gebaut werden können. Die Pläne sind längst begraben, die Stadt Aachen zog auf den ersten Metern die Bremse. Das Suermondtviertel könnte 1000 Besucher – samt Autos – bei Heimspielen nicht aufnehmen.

Gebaut, genauer abgerissen wird dort nun – und zwar ein städtisches Gebäude an der Richardstraße, das einst zu den Hallenplänen zählte. Kurios ist allerdings, dass es zunächst bei dem Abriss bleiben wird, und laut Axel Costard vom städtischen Presseamt zunächst eine Brache hinterlassen wird. „Dort wird erst einmal nichts passieren“, sagt Costard. „Wie es dort weitergeht, ist keineswegs klar.“ Denn auch das Anliegen, an Ort und Stelle eine „normale“ Dreifachturnhalle für die benachbarten Berufskollegs in der Lothringer- und der Beeckstraße zu errichten, wurde nach AZ-Informationen von der Städteregion vorerst zurückgestellt.

Mit dem Abriss spart sich die Stadt jegliche Arbeit an einem Gebäude, das nicht mehr genutzt werden kann. Die Immobilie an der Richardstraße verfällt ohnehin. „Jede Investition hätte den Wert des Gebäudes überschritten“, erklärt Costard. Dass nur den viel zitierten Steinwurf von der Trümmerlandschaft am Kaiserplatz eine neue Brache das Bild des Viertels prägen wird, muss an dieser Stelle hingenommen werden.

Andernorts kommt dagegen Bewegung in die Planung neuer Turnhallen, die von Schulen und Vereine händeringend gefordert werden. In Brand soll bereits Ende des Jahres, spätestens Anfang 2014 mit dem Bau einer neuen Sporthalle im Bereich der Marktschule begonnen werden. In der Innenstadt ist noch etwas mehr Geduld nötig. Dort wird an der vierten Gesamtschule eine neue Sporthalle entstehen. Doch kann diese erst nach dem 13,85 Millionen Euro umfassenden Umbau der Schule in Angriff genommen werden. Der soll im Frühjahr 2014 starten und im Herbst 2015 beendet werden. Die Bauzeit für eine Sporthalle kalkuliert Axel Costard mit einem Jahr. Ende 2016 soll sie spätestens von Schülern wie Sportlern betreten werden können.

Keine Bundesliga-Halle

Für Alemannias Volleyballerinnen ist sie allerdings nicht konzipiert. Dafür ist sie nicht hoch (neun Meter sind gefordert, die Neuköllner Straße misst nur 7,20 Meter) genug, entspricht nicht den Vorgaben der Deutschen Volleyball-Liga für die Bundesliga. Aber sportlich läuft es für die Alemannia-Volleyballerinnen ja auch alles andere als erstklassig.

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