Aachen / Würselen / Düren - Nach Attacke im Pontviertel: Vier Rocker verhaftet

Nach Attacke im Pontviertel: Vier Rocker verhaftet

Von: red/pol
Letzte Aktualisierung:
Symbol Bandidos Rocker Foto: Marius Becker/dpa
Mittlerweile sitzen 13 Mitglieder der Rockerbanden Bandidos und Hells Angels in Haft. Foto: Marius Becker/dpa

Aachen / Würselen / Düren. Im Kampf gegen die Aachener Rockerkriminalität melden Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag vier weitere Verhaftungen. Die Männer sollen unter anderem vor vier Wochen in einem Lokal im Pontviertel zwei Gäste angegriffen und einen bewusstlos geprügelt haben.

Nach umfangreichen Ermittlungen der seit Anfang Oktober zur Bekämpfung der Rockerkriminalität eingerichteten Ermittlungsgruppe der Aachener Polizei seien die vier Mitglieder der Rockerbande Bandidos am Montag festgenommen worden. Nach dem Überfall am 22. November auf das Szenelokal, bei dem ein Gast massiv getreten und geschlagen wurde, habe die Staatsanwaltschaft Haftbefehle erwirkt.

Die Männer im Alter zwischen 24 und 38 Jahren wurden am Montag in Aachen, Würselen, Düren und Bonn verhaftet. Es handele sich „nach dem bisherigen Ermittlungsstand um Angehörige der Führungsriege der Bandidos“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei vom Dienstag.

Im Vorfeld habe die Arbeit der Ermittlungsgruppe weitere Straftaten von Mitgliedern der rivalisierenden Rockergruppierungen MC Hells Angels und MC Bandidos aufgeklärt, die in den vergangenen Wochen und Monaten „zu großer Angst und Verunsicherung in der Bevölkerung geführt hatten“.

Außer den vier am Montag festgenommenen Personen befinden sich weitere neun Angehörige der beiden Rockerclubs in Untersuchungshaft. Gegen zwei von ihnen wurde bereits Anklage erhoben.

Der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach lobte das gemeinsame Vorgehen von Polizei, Staatsanwaltschaft und Stadt gegen die Rockerkriminalität. Sämtliche rechtlichen Möglichkeiten würden dabei ausgeschöpft. Dazu zähle auch das von der Stadt kürzlich ausgesprochene Kuttenverbot. Ordnungskräfte können seitdem mit Platzverweisen oder Ingewahrsamnahmen auf das Auftreten in Rockerkutten in bestimmten Bereichen reagieren.

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