Aachen - „Nabu”-Helfer kämpfen gegen das Indische Springkraut

„Nabu”-Helfer kämpfen gegen das Indische Springkraut

Von: Nina Mainz
Letzte Aktualisierung:
Das Übel bei der Wurzel packe
Das Übel bei der Wurzel packen: Das Indische Springkraut, das den Lebensraum Wald bedroht, muss vollständig entfernt werden. Groß und Klein halfen dem „Nabu” am Samstag dabei.

Aachen. Mit Arbeitshandschuhen und einer ordentlichen Portion Tatendrang bewaffnet geht es auf in den Kampf - beziehungsweise ins Gestrüpp. Der Aachener Wald muss vom Indischen Springkraut befreit werden!

Im Rahmen einer ersten größeren Aktion des Naturschutzbundes (Nabu) haben sich am Samstag viele Helfer in ein Waldstück in der Nähe des Grindelweges begeben.

Das Indische Springkraut stammt aus dem Himalaya. Im 19. Jahrhundert wurde sie als Gartenzierpflanze nach Deutschland eingeführt und hat sich in der Folge in zahlreichen Waldgebieten in ganz Deutschland stark ausgebreitet.

Vielleicht ist die für die heimische Flora bedrohliche Pflanze durch Gartenabfälle, die am Waldrand entsorgt wurden und auch heute noch werden, dorthin gelangt, wie Claus Mayr, Vorsitzender des „Nabu”-Stadtverbandes Aachen, erklärt.

„Der Aachener Wald ist in Teilen bedroht. Und zwar in den Teilen, wo kein dichter Baumbestand herrscht”, so Volker Dohm vom „Nabu” Aachen. Denn das Springkraut braucht Helligkeit und Feuchtigkeit zum Wachsen, so dass es meist am Wegesrand oder an lichteren Stellen im Wald zu finden ist. Dohm hatte alle Springkrautbestände im Aachener Wald zuvor kartiert und leitet nun die Aktionen des „Nabu”.

Das riesige Ausbreitungspotential des Indischen Springkrautes ist es, was die Gefahr des Gewächses ausmacht. In jeder Samenkapsel dieses exotischen Krautes befinden sich etwa 4000 Samen, deren Verbreitung jedes Jahr von Neuem zum Problem für den Wald an sich und vor allem für Naturschutzgebiete werden. Einheimische Pflanzen werden in Windeseile verdrängt.

Jetzt ist allerdings genau der richtige Zeitpunkt, um mit der Beseitigung der Pflanze zu beginnen, da sie noch nicht ausgesamt hat. Die Verstreuung der Samen wird laut Mayr erst in etwa zwei beginnen.

Die Gewächse werden im Rahmen einiger Aktionen, die durch den „Nabu” organisiert und durch die Stadt Aachen und das Forstamt unterstützt werden, jetzt einfach mitsamt ihrer Wurzeln aus dem Boden gerupft.

Nächste Aktion am Samstag

Interessenten für den die nächste Aktion am Samstag, 7. Juli, können sich auf der Homepage des „Nabu” (http://www.nabu-aachen.de) informieren oder sich in der „Nabu” -Geschäftsstelle melden: mailtoinfo@nabu-aachen.de oder Tel. 87 08 91.
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