Mysteriöse Serie: Fünftes Auto in Flammen

Von: Oliver Schmetz
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Ausgebrannt: Wieder ist in Aachen ein parkendes Auto in Flammen aufgegangen, wieder in der Nähe des Klinikums (hier in der Kullenhofstraße). Die mysteriöse Serie - fünf brennende Fahrzeuge binnen vier Wochen - hält die Polizei in Atem. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Gut drei Wochen lang hat Ruhe geherrscht, doch nun scheint die Serie weiterzugehen. Und von einer solchen kann man mittlerweile wohl sprechen: Denn binnen vier Wochen sind in Aachen insgesamt fünf parkende Fahrzeuge in Flammen aufgegangen.

Der jüngste Fall ereignete sich wie am späten Dienstagabend in der Kullenhofstraße.

Erneut in der Kullenhofstraße, muss man wohl sagen. Denn bereits in der Nacht zum 19. August standen dort auf einem Parkplatz des Universitätsklinikums gegen 1.30 Uhr ein Mercedes und ein Renault lichterloh in Flammen und wurden völlig zerstört.

In der gleichen Nacht war der Polizei bereits gut zwei Stunden vorher ein Feuer aus der nahe gelegenen Schurzelter Straße gemeldet worden. Dort brannte ein Opel Corsa und erlitt - trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr - Totalschaden.

Nur vier Tage später qualmte es dann erneut in der Nähe des Klinikums. An der Alten Vaalser Straße entdeckten Passanten spätabends ein brennendes Fahrzeug - diesmal keinen Pkw, sondern einen auf dem Parkstreifen abgestellten Wohnwagen. Auch in diesem Fall entstand hoher Sachschaden.

Fünf brennende Fahrzeuge an vier Tatorten, die alle nicht weit auseinanderliegen, und das Ganze dann noch binnen relativ kurzer Zeit - das erinnert an Köln, wo in diesem Sommer insgesamt 26 parkende Autos in Flammen aufgingen und die Polizei eigens eine „Soko” aufstellte, die schließlich auch einige Verdächtige festnehmen konnte.

Auch die Aachener Polizei glaubt bei solch einer Konstellation nicht unbedingt an einen Zufall. „Natürlich liegt der Gedanke nahe, dass es sich in allen Fällen um den gleichen oder die gleichen Täter handeln könnte”, sagt Polizeisprecher Paul Kemen auf Anfrage. Bloß: Konkrete Beweise für das Agieren eines einzigen Feuerteufels mit einer besonderen Vorliebe für geparktes Blech gebe es bislang nicht. „Wir haben keine Hinweise auf besondere Übereinstimmungen”, sagt Kemen.

Bei den ersten vier Bränden sprach die Polizei jeweils schnell von Brandstiftung, im aktuellen Fall tut sie das (noch) nicht. „Die Untersuchungen laufen noch”, heißt es dazu lediglich. Bei den vier Fahrzeugen, die im August in Flammen aufgingen, dürften diese Untersuchungen allerdings mittlerweile bezüglich der Brandursache und möglicherweise benutzter Brandbeschleuniger abgeschlossen sein. Doch hier hüllen sich die Fahnder - wohl aus ermittlungstaktischen Gründen - noch in Schweigen.
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