Mutige Frauen in der Männerwelt

Von: jok
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Rücken die biblische Heldin Debora mit einer großformatigen Arbeit ins Licht: Wolfgang Sturm, Inge Klusemann, Marlies Louis und Ursula Herzog (v.l.). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Recht oder Unrecht? Was ist gut, was ist böse? Mit diesem Thema setzten sich 14 Künstler und Künstlerinnen unter der Leitung der Künstlerin Marlies Louis im Rahmen der Aachener Kunstroute seit dem Frühjahr auseinander. Grundlage dafür bot das Buch der Richter aus dem Alten Testament und die daraus stammenden Erzählungen über „Debora“, die Richterin.

Jeder Künstler entwickelte ein eigenes Werk. Den Mittelpunkt der Ausstellung bilden aber zwei Gemeinschaftsarbeiten. Eines der Werke ist eine fünf Meter hohe Installation mit dem Namen „Debora- Palme“, unter der Debora ihr Gericht hielt, und wird in der Aula Carolina zu sehen sein.

Die zweite Gemeinschaftsarbeit „Deboras Siegeslied“ thematisiert Deboras Sieg. Debora war die einzige Frau im Richterbuch und wird als Prophetin bezeichnet. Sie lebte unter der Herrschaft des Königs Jabin von Hazor, der das Volk Israels unterdrückte. Sie übermittelte dem Heerführer Barak den Auftrag Gottes, gegen den König in den Krieg zu ziehen und die Israeliten zu befreien. Barak siegte mit der Hilfe von Jael, die den feindlichen Heerführer tötete.

Doch Debora verkörpert die „starke Frau“ in der männerdominierten biblischen Welt. Im Fokus stehen also die „starke Frau“ und die Diskussion über den Krieg im Namen Gottes, beides Themen, die bis heute aktuell sind. „Debora und die damit verbundenen Themen sind etwas, dass uns heute unglaublich beschäftigt“, sagte Uschi Klusemann, eine der Künstlerinnen.

Auch die Diskussion über Recht und Moral sei bis heute relevant, sagte ihre Kollegin Uschi Herzog. Die Malgruppe ließ sich zudem von Künstlerin Alwina Heinz und ihren Gedanken zum Thema „Identität“ inspirieren.

Gottesdienst mit Malkreis

Die Ausstellung bildet Station 25 der Kunstroute. Am kommenden Sonntag, dem 24. September, um 10.15 Uhr findet außerdem der jährliche Malkreisgottesdienst in der Freien evangelischen Gemeinde mit den Werken der teilnehmenden Künstler statt. Kunsthistorikerin Dr. Gudrun Liegl-Raditschnigg wird zu den Werken eine Bildpredigt halten, der Theologe und Pastor Guntram Schindel den Gottesdienst leiten. Die Projekte können vom 23. September bis zum 15.Oktober im Künstlerforum der Freien evangelischen Gemeinde, Roermonder Straße 110, besichtigt werden.

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