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Musikschule: SPD will mehr Festangestellte

Von: Stefan Herrmann
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die SPD-Fraktion prangert prekäre Arbeitsverhältnisse an der Musikschule an und fordert eine stufenweise Eingliederung von Honorarkräften bei der Musikschule Aachen.

„Seit einigen Jahren hat sich an der Aachener Musikschule das Verhältnis von fest angestellten Lehrkräften und Lehrkräften auf Honorarbasis dergestalt verändert, dass die Anzahl der Honorarkräfte die der Festangestellten deutlich übertrifft“, heißt es in einem SPD-Papier.

Derzeit arbeiten 58 Honorarkräfte an der Musikschule, 36 Mitarbeiter sind Angestellte im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). „Bei den Festangestellten sind dabei Musiklehrer mit unterschiedlichen Stundenzahlen beschäftigt“, teilte Evelin Wölk vom städtischen Presseamt auf AZ-Anfrage mit.

Die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Sibylle Reuß und Bürgermeister Björn Jansen wollen dies nun angehen und die unsichere Lage für die Betroffenen stufenweise beenden. „Die Honorarkräfte befinden sich in einem ungeschützten Arbeitsverhältnis und können jederzeit gekündigt werden“, bemängelt Reuß. Darüber hinaus sei die Situation auch für die Schule unsicher, da sich die Lehrerinnen und Lehrer jederzeit umorientieren können. Administrative Aufgaben seien zudem in unverhältnismäßig großem Umfang von fest angestellten Lehrerinnen und Lehrern zu erledigen, da diese kein Bestandteil der Honorarverträge seien. In einem Ratsantrag fordern die Sozialdemokraten daher eine stufenweise Eingliederung der betroffenen Honorarkräfte unter Berücksichtigung sozialer Kriterien und auf Basis des TVöD.

Während die Zahl der Honorarkräfte die der Festangestellten überschreitet, sieht dies bei der Aufteilung der Unterrichtsstunden anders aus: Dort werden 54 Prozent von Angestellten und 46 Prozent von Honorarkräften angeboten. Pro Woche besuchen 4000 Schüler die Musikschule.

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