Aachen - Musikkorps der Bundeswehr begeistert Zuhörer mit 17. Benefizkonzert

Musikkorps der Bundeswehr begeistert Zuhörer mit 17. Benefizkonzert

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Leider viele leere Stühle: Das Musikkorps der Bundeswehr begeisterte beim Benefizkonzert im Eurogress, die Zuhörerzahl ließ allerdings zu wünschen übrig. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Ein breit gefächerter Melodienreigen erwartete die Besucher des 17. Benefizkonzerts, das das Musikkorps der Bundeswehr im Eurogress gab. Der Erlös war für die Behindertenhilfe sowie die Lebenshilfe bestimmt. Das Publikum erlebte zwischen Marschmusik und alpenländischer Folklore, Opernarien, Musicalhits und Kölschen Tüen einen Abend der großen Gefühle.

Allerdings bedauerte der Standortälteste Oberst Günter Selbert als Schirmherr der Veranstaltung, dass viele Plätze im Europasaal unbesetzt geblieben waren und die wirtschaftliche Lage eine weitere Fortführung dieser Konzerte daher gefährde. Das Musikkorps war bereits beim Betreten der Bühne mit anhaltendem Beifall empfangen worden und eröffnete das Programm unter Leitung seines neuen Dirigenten, Oberstleutnant Christoph Scheibling, mit einem schmissigen Schweizer Armeemarsch, der zu einer „klingenden Visitenkarte der Schweiz“ wurde. Triumphal schloss sich die Festive Ouverture op.96 an, die Dimitri Schostakowitsch 1954 zum 37. Jahrestag der Oktoberrevolution binnen zwei Tagen komponiert hatte. Zu einer klangvollen Rarität wurde ein dreiteiliger Konzertpart für Violoncello und Blasorchester, bei dem Florian Sebald als Solist am Cello brillierte und „Bravo“-Rufe erntete. Zwei weitere Solisten eröffneten den zweiten Konzertpart, bei dem das Publikum mit Werken von Guiseppe Verdi und Giacomo Puccini zu einer „Una notte all’Opera“ eingeladen wurde. Im Sturm eroberten der junge Tenor Xianghu Liu mit der Arie „Oh, wie so trügerisch sind Weiberherzen“ und die junge Sopranistin Monika Rydzkowski mit der Arie der Butterfly „Eines Tages seh’n wir“ die Herzen. Im Takt klatschten die Zuhörer beim Konzertausklang mit „Kölschen Tüen“, die ein Solist aus den Reihen des Orchesters temperamentvoll sang.

Bei einem kleinen Empfang berichteten Vertreter von Lebenshilfe und Behindertenhilfe über den Verwendungszweck des Konzerterlöses. „Vor drei Jahren haben wir als Förderverein für die Kleebachschule für die Krankengymnastik von Rollstuhlfahrern einen ‚Galileo’ – eine Schüttelplatte gegen Gelenkversteifung – angeschafft“, berichtete Bettina Rombach, 1. Vorsitzende der Behindertenhilfe. Nun soll ein zweiter „Galileo“ gekauft werden.

Neue Kita erhält Ausstattung

Bei der Lebenshilfe wird mit den Geldern die Ausstattung der neuen Kindertagesstätte „Tivolina“ im Tivoli vervollkommnet. „Die ersten Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und sechs Jahren sind bereits eingezogen“, informierte die Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit der Lebenshilfe, Hilde Orfeld.

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