Musikalische Gäste aus Ravensburg begeistern Aachener

Von: Katja Laska
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Musikalische Gäste in Aachen: Die Jugendlichen begeistern mit modernen Interpretationen. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Jeden Samstag beginnt um 18 Uhr in der Kirche St. Laurentius in Aachen der abendliche Wortgottesdienst. Auch am letzten Samstag im Mai war das so. Doch etwas ist anders. Es liegt Spannung, ja Aufregung in der Luft, denn es soll ein besonderer Gottesdienst werden.

Nicht die Erwachsenen haben das Sagen, sondern die Kinder. „Der Rahmen ist gleich, aber der Inhalt ist anders. Wir wissen nicht genau, was uns erwartet“, sagt Mechtild Bergedieck, ehrenamtliches Mitglied der Gemeindeleitung Laurensberg/Richterich/Horbach. „Es ist etwas Neues, ein absolutes Experiment. Wir wollen als Gemeinde neue Wege gehen“, ergänzt einer der Wortgottesdienstleiter der Gemeinde, Klaus Henning.

Die katholische Gemeinschaft Immanuel Ravensburg ist an diesem Wochenende mit 16 Jugendlichen zu Besuch in Aachen und hat ihre Instrumente im Gepäck. Mit Klavier, Gitarren, Kachone und Bass spielen die Jugendlichen Lobpreislieder und wollen dem Gottesdienst so eine neue Note verleihen. „Wir singen auch auf Englisch. Mit der Band klingt alles modernerer und nicht mehr so klassisch“, sagt die Leiterin der Jugendarbeit, Rhiana Spörl. Nach wochenlangen Proben geht es nun unter dem Motto „Xplosion Aachen“ endlich ans Mikrofon und vor Publikum. Und das kommt gut an.

Viele Neugierige, darunter viele Kinder, sind in die Kirche gekommen, um die gesungenen Gebete zu hören und mitzusingen. Immanuel Ravensburg ist eine Gruppe, die sich „oft zu Gebetsabenden und zum Austausch trifft“, erklärt Spörl. Sie wollen den Glauben an Gott weitertragen und die Christen als Gemeinschaft stärken. Zwar sind nicht alle Mitglieder mitgekommen, aber trotzdem sei es schön, den Glauben auch in eine andere Stadt zu bringen. Während ihres Besuchs machten die Gäste auch Halt am Dreiländereck, dem Aachener Dom und dem Rathaus, um zu beten. Und das keinesfalls leise.

„Jeder hat laut ausgesprochen, was ihn beschäftigt“, beschreibt Bergedieck die außergewöhnliche Stimmung. Die war auch am Abend zu spüren. „Die Kinder haben viel Eigeninitiative gezeigt und wollten sogar die Predigt halten“, erzählt Bergedieck. Warum nicht, dachten sich die Verantwortlichen, schließlich solle niemand gebremst werden und so erzählen die Jugendlichen am Samstagabend von der Evangelisierung, Gott und dem Jüngerschaftsauftrag.

„Wir wollen einfach rausgehen und vom Glauben erzählen. Uns geht es darum eine Gemeinschaft zu symbolisieren, die sich den Rücken stärkt“, sagt Spörl. Das ist ihnen in Aachen gelungen. Die zweistündige Gottesfeier vergeht wie im Flug und die Jugendgruppe „Immanuel“ ist jederzeit wieder ein gerngesehener Gast.

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