Aachen - Musikalisch gesellschaftliche Grenzen überwinden

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Musikalisch gesellschaftliche Grenzen überwinden

Von: Laura Broderius
Letzte Aktualisierung:
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Konzert im Zeichen der Inklusion und Freude an der Musik: In der Nadelfabrik traten drei Chöre gemeinsam auf. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Singing all together, singing just for joy!“, sangen die Chöre „InCHORsiv“, „ChorSonant“ und der BürgerChor Aachen auf ihrer gemeinsamen Feier Ende des Jahres in der Nadelfabrik – und meinten es auch so. Die Freude an der Musik sprang sofort über und wirkte ansteckend.

Die bunte Mischung aus Menschen mit und ohne Behinderung, unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters konnte verschiedener nicht sein. Und doch stand jedem das gleiche Lachen im Gesicht. Die Botschaft war klar: Musik geht über alle Grenzen hinweg.

„InCHORsiv“ ist ein inklusiver Chor des Stadtteils Aachen-Ost/ Rothe Erde, der von der Initiative „Werkstatt der Kulturen“ des diakonischen Werks im Kirchenkreis Aachen und den Integrationsagenturen NRW ins Leben gerufen wurde. Ziel war es, das immer noch negative Image des Stadtteils etwas aufzupolieren und mit der Energie der Musik Menschen zusammenzubringen – was eindeutig gelungen ist.

„Viele, die jetzt laut und mit Leidenschaft mitsingen, waren am Anfang total scheu und zurückhaltend. Musik ist das beste, was Menschen mit Behinderung tun können. Es gibt ihnen unglaublich viel Freude und Selbstbewusstsein“, betonte Guiomar Marques-Ranke, die „InCHORsiv“ alleine und „ChorSonant“ gemeinsam mit Marion Gerards leitet.

Auch „ChorSonant“ ist ein inklusiver Chor, der aus Bewohnern und Mitarbeitern des Vinzenz-Heims für Menschen mit Behinderung sowie aus Studenten und Mitarbeitern der Katholischen Hochschule NRW besteht.

Mit vielen bekannten Weihnachtsliedern, aber auch anderen Songs wie „Sing!“ oder traditionellen afrikanischen und kurdischen Liedern legten die Chöre ein vielfältiges Repertoire an den Tag. Sie ergänzten sich gut und harmonierten sogar mehrstimmig und im Kanon miteinander. Die Freude, etwas gemeinsam zu schaffen, stand nicht nur den Sängern, sondern auch den Zuhörern ins Gesicht geschrieben, die am Ende auch mitsingen durften.

Ein strahlend vorgetragenes „Merry Christmas!“ mit erhobenen Armen am Ende des Auftritts erwärmte auch das letzte Herz im Raum. Eine Erinnerung daran, dass es eigentlich wenig bedarf, trotz aller Umstände glücklich zu sein, lag deutlich in der Luft und begleitete die Zuhörer auf ihrem Weg nach Hause.

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