Aachen - „Musik zu Advent und Weihnacht“: Dom platzt aus allen Nähten

„Musik zu Advent und Weihnacht“: Dom platzt aus allen Nähten

Von: stm
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170 Schülerinnen und Schüler als großer Chor: Im bestens gefüllten Dom begeisterten die Kinder der Domsingschule. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Bei dieser Veranstaltung sind die Plätze heiß begehrt. So begehrt, dass sich der Dom schon mehr als eine Stunde vor dem eigentlichen Beginn füllt. Und als es dann im festlich erleuchteten Oktogon losgeht, da ist die Marienkirche inklusive der großen Chorhalle rappelvoll.

Mehr als 1200 Besucher sind es, die die traditionelle „Musik zu Advent und Weihnacht“ erleben wollen. Schon lange hat es sich herumgesprochen: Immer am vierten Advent kann man im Aachener Münster ein herrlich stimmungsvolles Konzert erleben. Gastgeberin ist die Aachener Domsingschule. Schon zum 27. Mal hat die Grundschule in Trägerschaft des Domkapitels zum Adventskonzert eingeladen. Und auch diesmal gibt es die eine oder andere Überraschung.

So ist es zum Beispiel Fiete Hannes, der die Zuhörer in seinen Bann zieht. Der Viertklässler sorgt für eine Premiere. Denn eine Harfe ist im Begleitorchester bislang noch nie zu hören gewesen. Fiete Hannes spielt das seltene Instrument ganz wunderbar – und es verstärkt mit seinem Klang die vorweihnachtliche Stimmung noch ein Stück mehr.

Für diese Einstimmung auf die bevorstehenden Festtage sorgen in erster Linie die rund 170 Schülerinnen und Schüler, die den großen Chor bilden. Unter der musikalischen Gesamtleitung von Rektorin Irma Wüller und zum zweiten Mal auch von Lehrer Fabian Lutz, die gemeinsam über Wochen auch für die Vorbereitung dieses Höhepunkts im Kalender der Schule verantwortlich gezeichnet haben, bringen die Schüler Klassiker unter den Weihnachtsliedern, aber auch moderne, zeitgenössische Stücke in brillanter Qualität zu Gehör.

Das Auditorium stimmt bei bekannten Weisen wie „Macht hoch die Tür“ oder „Tochter Zion, freue dich“ lautstark mit ein. Begeistert ist auch Aachens langjähriger Bischof Heinrich Mussinghoff, der morgens noch auf „Abschiedstour“ war und sich dieses besinnliche Konzert am Abend ebenso nicht entgehen lässt wie zahlreiche Mitglieder des Domkapitels und auf weltlicher Seite OB Marcel Philipp.

Irma Wüller berichtet, dass der Bischof als direkter Nachbar der Domsingschule bisweilen sein morgendliches „Vater unser“ unterbrechen musste, weil er schlicht von den Domsingschülern mit ihrem Gesang übertönt wurde.

Der Abend im Dom bietet indes nicht „nur“ Chorgesang. Schülerinnen und Schüler tragen Gedichte unterschiedlicher Epochen vor, darunter beispielsweise Romantisches von Joseph von Eichendorff. Fiete Hannes spielt an der Harfe im Duett mit Querflötistin Neele Hannes die „Gavotte“ von Francois-Joseph Gossec. Dompropst Manfred von Holtum ist es vorbehalten, die Gratulation auszusprechen. Nicht nur für die dargebotenen Leistungen. Vielmehr gilt ein Augenmerk auch der Schulleiterin. Irma Wüller feiert nämlich an diesem Abend im Kreise „ihrer“ Schülerinnen und Schüler und der ganzen Gästeschar ihren Geburtstag.

Am Ende brandet begeisterter Applaus des Publikums im Dom auf, bevor sich nach gut einer Stunde Besinnlichkeit im Advent alle zufrieden aufmachen in den Aachener Abend – auch wenn der temperaturmäßig so gar nicht ins weihnachtliche Stimmungsbild passen will.

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