„Musik unter Freunden“ hilft vielen Menschen in Not

Von: Gerhard W. Kluth
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Aachen. Zum dritten Mal gastierte die Polizei mit ihrem Adventskonzert im Krönungssaal der Rathauses. Inzwischen eine Tradition, wie Polizeipräsident Klaus Oelze, Schirmherr der Veranstaltung meinte. Die Ordnungshüter hatten ihr Konzert in den Dienst einer guten Sache gestellt.

Es war ein Benefiznachmittag für die Aktion „Menschen helfen Menschen“ unserer Zeitung. Aber die mehr als drei Stunden, in denen es Besinnliches und Lustiges zur Vorweihnacht gab, sollten nicht nur helfen. Wir kennen sie alle, die reißerischen Schlagzeilen der Boulevardpresse, wenn irgendwo im Land etwas passiert, an dem ein Polizist beteiligt war. Schnell gerät der gesamte Berufsstand in den Generalverdacht. Zu schnell wird dann vergessen, dass diese Personen nicht selten für unsere Sicherheit ihren Kopf hinhalten, manchmal ihr Leben riskieren, damit der Bürger ruhig schlafen kann. Oelze legte in seinem Grußwort Wert darauf, dass dieses Konzert auch dazu dienen sollte, dem Publikum die Polizei von einer anderen Seite zu präsentieren.

Überschrieben war der Nachmittag mit der Aussage „Musik unter Freunden“ und es waren nicht nur Polizeibeamte, die sich in den Dienst der guten Sache stellten. Neben dem Vokalensemble der Aachener Polizei sowie den Solobeiträgen der Beamten Oliver Schmitt und Alfred Wings konnte Moderator Thomas Hintz auch den Jugendchor Lautstark St. Severin aus Weisweiler und den Harmonieverein St. Petrus Baesweiler ankündigen.

Im positiven Sinne wurden die jungen Sängerinnen und Sänger aus Weisweiler unter der Leitung von Elena Sibirtseva ihrem Namen nicht gerecht. Die Beiträge, wie etwa „Joyful Christmas Eve“, „True Colors“ oder der weihnachtliche Evergreen „Jingle Bells“ waren nicht „lautstark“, sondern zeichneten sich durch eine sehr kultivierte Interpretation aus. Naturgemäß anders sah es bei der Baesweiler Harmonie unter Leitung von Jürgen Reimann aus. Mit Saxophon und Tuba, Trompeten und Schlagwerk füllte das Blasorchester Aachens gute Stube und ließ etwa die „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé beeindruckend durchs Haus galoppieren.

Ein abwechslungsreiches Programm konnte Hintz für seine mitwirkenden Kollegen ankündigen. Unter Leitung von Ando Gouders interpretierte das Vokalensemble ein „Vater unser“ genauso wie das polnische Weihnachtslied „Luajze Jesuniu“ oder „Die Legende von den zwölf Räubern“ von Sergej Prokofjew. Hierzu konnte der Männerchor mit Michael Comos sogar mit einem eigenen Solisten aufwarten. Als ein wahrer musikalischer Entertainer erwies sich Oliver Schmitt, am Keyboard begleitet von Stefan Franzen, der souverän mit Evergreens wie „Ich war noch niemals in New York“ oder „I did it my way“ das Programm bereicherte. Nach den Beiträgen von Vokalensemble und Schmitt wäre auch eine andere Überschrift für das Konzert denkbar gewesen. Polizei – da steckt Musik drin.

In eine ganz andere Richtung zielte der Betrag von Polizeiseelsorger Michael Lang. Sehr besinnlich rief er dazu auf, sich die Weihnachtsfreude jeden Tag in Erinnerung zu rufen, jeden Tag mit ihr zu leben. Äußerst humorvoll und fast schon ein wenig derb ging es zu, als Wings auf die Bühne kam. Die Weihnachtsbütt war sein Thema und gemeint war das familiäre Bad am Heilig Abend, bevor man in die Christmette ging.

Insgesamt war das Konzert ein Erfolg auf allen Ebenen. Das Publikum kam auf seine Kosten und tat dies mit teilweise stürmischem Applaus kund. Der gewünschte positive Effekt für die Beamten in Uniform wurde zweifelsfrei erreicht. Und die Aktion „Menschen helfen Menschen“?

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