Musik- und Theaterfreunde verjüngen den Vorstand

Von: Stephan Mohne
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Aachen. Die Jugend steht traditionell im Blick der „Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde zu Aachen”. Junge Leute an die Kultur heranzuführen, sei eine der Hauptsäulen der Arbeit des Vereins, wie dessen Vorsitzende Dr. Inge Schippan erläutert.

Der 1924 gegründeten Gesellschaft, die rund 250 Mitglieder zählt, steht nun auch ein Generationswechsel ins Haus. Im November wird sich der Vorstand neu aufstellen. „Auf einigen Positionen wird es Veränderungen geben”, so Schippan, wobei es noch zu früh sei, über konkrete Personalien zu reden. Aber: „Wir haben uns darauf verständigt, die Verantwortung in jüngere Hände zu legen”, so die langjährige Vorsitzende.

Die Ziele, die sich die Gesellschaft gesetzt hat, werden dadurch gleichwohl nicht umgekrempelt. Der Verein leistet in mehrfacher Hinsicht Unterstützungsarbeit. Da wären zunächst einmal die vier Kammerkonzerte je Spielzeit. Diese würde es ohne die Gesellschaft so nicht geben, sagt Dr. Inge Schippan nicht ohne Stolz. Bei diesen Veranstaltungen im Spiegelfoyer, die traditionell jeweils als Sonntagsmatinee und Montagabendkonzert stattfinden, gibt es hochkarätige Kammermusik zu hören.

Beim vierten Kammerkonzert der laufenden Reihe wird unter anderem der neue Generalmusikdirektor Kazem Abdullah zur Klarinette greifen. Jenem Instrument, mit dem er bereits eine vielversprechende Solistenkarriere gestartet hatte, bevor er sich dem Dirigat zuwandte. Die Unterstützung dieser Reihe drücke die enge und alte Verbundenheit der Gesellschaft mit dem Aachener Sinfonieorchester aus, so Schippan.

„Freitagsmusik” als feste Größe

Die zweite Säule ist die Reihe Musik und Literatur, auch als „Freitagsmusik” bekannt. Sie findet vier Mal im Jahr in der Theresienkirche in der Pontstraße statt. Neben hochwertigen musikalischen Darbietungen verschiedener Künstler gibt es dabei Lesungen bekannter Aachener. Zuletzt war dies Professor Dr. Wilhelm Berges, Chefarzt im Luisenhospital, am 14. Dezember ist Ute Ketteniß, Grundschuldirektorin a.D., zu Gast. Auch diese seit Jahren im Programm stehende Veranstaltung erfreue sich größter Beliebtheit.

Bei Säule Nummer drei wäre man bei der Jugend, und sie heißt auch „Jugend musiziert für Jugend”. Hier werden Kinder und junge Leute an die Klassik herangeführt. So etwa demnächst mit einem Klassikkonzert für Kinder ab sechs Jahren in Zusammenarbeit mit dem Orchester der Musikschule Aachen. Die Leitung hat hier Thomas Beaujean, früherer Chef der Musikschule, der auch stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft ist.

Zudem werden Konzerte mit großen anderen Orchestern organisiert, zuletzt etwa mit dem niederländischen staatlichen Jugendorchester oder auch dem NRW-Jugendorchester. Jugend an Kultur heranzuführen, bezeichnet Dr. Inge Schippan zwar als durchaus schwierig, „aber keineswegs hoffnungslos”. Eine gute Zusammenarbeit gebe es diesbezüglich auch mit Lehrern. Unterstützung gibt es auch für das große Projekt „Jedem Kind seine Stimme” (Jekiss), das in Aachen ebenfalls federführend bei der Musikschule angesiedelt ist.

Wobei dies alles nur ein kleiner Ausschnitt der breiten Kulturförderung durch die traditionsreiche Gesellschaft ist. Einen Blick richtet man natürlich auch immer auf die städtischen Finanzen und mögliche Auswirkungen auf die Aachener Kultur. Im Moment laufe es diesbezüglich gut, stellt Schippan fest. Aber da müsse man wachsam bleiben. Als Kürzungen über die Jahre immer mal wieder im Raum standen, habe sich die Gesellschaft engagiert dagegengestellt - im Schulterschluss etwa mit der Theater Initiative, mit „accelarando - Freunde des Aachener Sinfonieorchesters” wie auch mit dem Ludwig Forum.

Nach dem Wechsel in eigenen Reihen wird man dann auch intern einige Projekte angehen. So zum Beispiel eine Generalüberholung des Internetauftritts und der vereinseigenen Informationsflyer.
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