Musical „Elvis“ im Eurogress: Der Hüftschwung ist zurück

Von: Katharina Redanz
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Täuschend echt auf der Bühne: Grahame Patrick - der wohl „beste Elvis seit Elvis“. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Ob der typische weiße Hosenanzug mit V-Ausschnitt und Glitzersteinchen, ein blaues Hemd kombiniert mit einem üppigen goldenen Gürtel oder ein klassisch schwarzer Anzug: Es ist ganz klar Elvis, der da auf der Bühne steht.

Und wenn der dann auch noch Balladen wie „Love me tender“ oder „Can’t help falling in love“ schmettert, dann ist es um das Aachener Publikum geschehen – es kann nicht anders, als diesen Elvis auf der Bühne zu lieben.

Am Donnerstag war das Musical „Elvis“ im fast ausverkauften Eurogress zu Gast.

In der Hauptrolle ist mit Grahame Patrick der wohl „beste Elvis seit Elvis“, wie verschiedene Medien titeln. In der Tat, Stimme und Sprache kommen der des „King“ sehr nahe – gesangstechnisch ist der Auftritt ausgezeichnet. Auch der berühmte Hüftschwung sowie jede andere Bewegung, jedes Zucken der Mundwinkel und jeder Blick des Iren stimmen – davon kann das überwiegend ältere Publikum sich immer wieder im Vergleich zu zahlreichen Originalfotos und -filmen, die auf eine große Leinwand projiziert werden, überzeugen.

Elvis Lebensgeschichte wird in Teilen in dem gut zweistündigem Musical erzählt: Von seiner ersten Studioaufnahme – „My Happiness“, eine Geburtstagsballade für seine Mutter – über die ersten Auftritte und Filmrollen, unter anderem mit einer grandiosen Performance von „Viva las Vegas“, bis hin zu den letzten großen Shows.

Die bekanntesten Elvis-Songs sowie auch ein paar nicht ganz so bekannte werden geschickt in die Dramaturgie eingebaut. Neben verschiedenen Musikern und Background-Sängerinnen wirkt auch das „Stamps Quartet“ mit – jenes Ensemble um Ed Enoch, der in den 70er Jahren mit dem echten Elvis viele Male auf der Bühne stand.

Nicht nur für Lourdes Alsina aus dem Publikum ist es so, als würde er auch heute wieder mit dem echten Elvis zusammen auftreten – „da passt alles bei dem Mann, für mich ist das ganz klar Elvis“, sagt sie mit strahlenden Augen. Die Spanierin fühlt sich in ihre Jugend zurückversetzt und wird plötzlich wieder zum Teenie: Bei „Are you lonesome tonight“ tönt ein „Ich liebe dich“ – Schrei von der Empore durch den ganzen Saal.

Als Elvis sie dann tatsächlich umarmt und ihr ein Küsschen auf die Wangen drückt ist es um Lourdes geschehen: „Jetzt bin ich einfach überglücklich.“ Sie sei schon immer ein Elvis-Fan, durch und durch, erzählt sie, sie könne jedes Lied auswendig. Irgendwann musste sie dann einfach schreien, „ich konnte nicht anders“, sagt sie – „I can’t help falling in love with you.“

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