Aachen - Mundart-Meister im Euregiozoo: Kaffievisitt ejjene Dierpark

Mundart-Meister im Euregiozoo: Kaffievisitt ejjene Dierpark

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:
Mundart im Tierpark: Sibillie
Mundart im Tierpark: Sibillie Schiffers (r.) begeistert mit dem Vortrag „ En Weich eigen” (Kermes op en Rues). Bei der Kaffievisitt sind dieses Mal 300 Besucher mit dabei. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Bei den anhaltenden Heiterkeitsausbrüchen der Frönnde va os Modderesproech ließ es sich auch et Sönneken nicht nehmen, mitzulachen und schob sich resolut durch die Wolken. Zum 20. Mal hatte der Öcher-Platt-Verein zur Kaffievisitt ejjene Dierpark eingeladen.

Ein kleines und durchaus beachtliches Jubiläum also, denn diese Benefizveranstaltungen des Vereins zugunsten des Aachener Tierparks erbrachten bisher die stattliche Spendensumme von 24.000 Euro, spontane Spenden eingerechnet.

„Ursprünglich sollte es diesmal allerdings keine Kaffee- und Kuchentheke geben, weil es zu mühsam ist, Kuchenspenden zusammen zu bringen. Doch wir änderten unsere Meinung, als Tierparkchef Wolfram Graf-Rudolf dann wenigstens Kuchen kaufen wollte. Dadurch aber wäre das Spendenaufkommen geschmälert worden”, erzählte Organisator und Moderator Gert Leuchtenberg. Gattin Christel „hängte” sich also ans Telefon und im Ergebnis standen 30 Kuchenplatten, lecker und einladend, auf dem Tisch im Eingangsbereich des Euregiozoos.

Neu war, dass nicht das Öcher-Platt-Team an der Theke bediente, sondern Mitarbeiter des Tierparks.Ab zwölf Uhr also wurde dort gelacht, geschunkelt und getanzt. Kein Sitzplatz war mehr zu ergattern. Elf Meister des Öcher Platts trugen in bewährter Manier Rümmselcher aus eigener Feder und von bekannten Heimatdichtern vor. Es waren: Cläre Müller, Finni Kühnast, Christel Leuchtenberg, Hein Engelhardt, Irmgard Farber, Hein und Sibille Schiffers, Willi Giesberts, Änne Kämmerich und Helmi Weber (eins der drei Ex-Jöngferchere va Steenebrück), bei der es etwa um „Hongsköttele än Peädsäppelche” ging.

Theaterflair brachten Leni Reißer und ihre Tochter Birgit Drews in die Runde. Herzhaft lachten die Zuhörer bei ihrem Sketch „Dr Brejjf”. Immer wieder blieben junge Familien mit ihrem Nachwuchs, aber ebenso auch die „reifere Jugend” aus den Reihen des beachtlichen Besucheransturms an diesem Tag stehen und lauschten ein wenig dem Charme va os Heämetsproech. „Wo kommen diese Leute her, aus welchem Land?”, fragte ein Ehepaar und blickte erstaunt, als ihm ein „echter Öcher” schlitzohrig antwortete: „Aus Deutschland”.

Das Ehepaar reagierte verdutzt: „Ja, aber welche Sprache sprechen sie?” Die Antwort: „Öcher Platt” rief in den Gesichtern leichten Zweifel hervor, während die etwa 300 gestandenen Platt-Kenner und -könner in Gert Leuchtenbergs Hymne miteinstimmten: „Vür sönd va Oche än Oche dat es schönn”.

„Bei einem Rundgang unter Führung von Professor Dr. Hennig Stieve lernten die Öcher-Platt-Freunde unter anderem auch die neuen bezugsfertigen Gehege von Kapuzineraffen, Pinselohrschweinen und Geparden kennen, die in den nächsten Tagen bezogen werden”, verriet Zoo-Inspektorin Stefanie Kuckartz. Ebenso fanden die bereits bezogenen neuen Gehege von Mähnenwölfen (2010), Stachelschweinen (2011) sowie Riesenschildkröten (März 2012) Bewunderung.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert