Multikultifest im Kennedy-Park wird noch größer

Von: Melissa Lausberg
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Freuen sich auf das Multikultifest im Kennedy-Park: (v.l.) Jürgen Kutsch, Elisabeth Geusen, Jörg Lindemann Jairo Monclair, Richard Okon und Reiner Bertrand, Marie-Jose`Dassen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Viele Kulturen unter einen Hut zu bringen, erscheint manchmal sehr kompliziert. Dass das aber auch ganz einfach gehen kann, zeigt das Multikultifest im Kennedy-Park. Am Sonntag, 9. Juli, werden dort rund 40 Gruppen mit Gesangs- und Tanzauftritten für gute Stimmung sorgen. „Wir wollen das Wir-Gefühl stärken“, sagt Jörg Lindemann, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Multikultifestes.

Er sehe eine Veränderung im Land; statt Toleranz und Offenheit gebe es Ausgrenzung und Ablehnung. Das Multikultifest stehe jedoch für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Verein vertrete zudem die Ziele der Aachener Erklärung für Demokratie, „ein Zeichen gegen Hass, Intoleranz, Hetze und Diskriminierung zu setzen“.

Als Neuerung gibt es dieses Jahr eine zusätzliche Bühne, sodass sich die Gruppen auf insgesamt zwei Bühnen präsentieren können. Ermöglicht wird dies durch die Kooperation mit der Jürgen-Kutsch-Stiftung, Veranstalter der mit einem Picknick verbundenen Park-Gespräche. Die beiden Aktionen werden dieses Jahr zusammengelegt. Neben dem Bühnenprogramm gibt es auch noch weitere Angebote. Rund um die Bühnen wird es an 50 Ständen Essen zahlreicher Nationen geben. Zusätzlich zum altbewährten Kinderschminken sollen Sportaktivitäten wie Rhönradfahren oder Torwandschießen ein attraktives Angebot für die jungen Besucher schaffen.

Auch OB Marcel Philipp wird um 15 Uhr dabei sein. Es sei gut, den Rückenwind der Politik zu haben, da „alle für eine offene Gesellschaft stehen“, findet Lindemann. Das Multikultifest sei aber keinesfalls politisch orientiert. Die Veranstaltung sei nicht kommerziell, alle Stände werden von Vereinen organisiert.

Für die kulturelle Vielfältigkeit des Festes steht auch Jairo Monclair. Der Brasilianer wird die Moderation der zweiten Bühne übernehmen. Ihm gefällt besonders die einladende Atmosphäre des Multikultifestes. „Kultur ist so etwas wie das eigene Zuhause, also sehr persönlich“, sagt Monclair. „Auf dem Multikultifest ist jeder willkommen und kann den anderen sein Zuhause vorstellen.“

Die Organisation eines des Festes ist durchaus nicht einfach. Trotz der finanziellen Unterstützung der Sponsoren und der Stadt Aachen steht nur ein geringer Etat zur Verfügung. Wie Schatzmeisterin Elisabeth Geusen erklärt, gibt es mittlerweile viele Gruppen mit hohen Anforderungen, denen der Verein nicht gerecht werden kann. Das stellt aber keinen Grund zur Sorge dar. Laut Marie-José Dassen gab es trotzdem zahlreiche Anmeldungen. Die auftretenden Schulen üben schon seit Monaten.

Wirklich wichtig ist an diesem Tag eigentlich nur eins: Spaß zu haben, neue Kulturen zu entdecken und gemeinsam ein Zeichen für die multikulturelle Gesellschaft in Aachen zu setzen.

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