Multikulti-Fest füllt Kennedypark

Von: Leon Heckmann
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Fest für alle Kulturen: Auf den Bühnen im Kennedypark durften auch die Jüngsten ihr tänzerisches Können zeigen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Bei strahlendem Sonnenschein ist am Sonntag bereits zum 15. Mal das Aachener Multikulti-Fest im Kennedypark über die Bühne gegangen. Erst zog – längst schon Tradition – ein bunter Festzug durchs Ostviertel, dann begann das große Festival im Kennedypark.

Rund 1000 Menschen verschiedenster Herkunft, Kultur, Hautfarbe und in allen Alterstufen – mit und ohne Handicap – genossen den Nachmittag. Integration, Inklusion? Beim Multikulti-Fest sind das keine Fremdworte, in diesen Stunden sind solche Begriffe schlicht gelebte Realität.

Ob Brasilien, die Türkei, Vietnam oder Israel: 40 Stände von über 80 Gruppen, Organisationen und Sportvereinen boten den zahlreichen Besuchern Kulinarisches, Musikalisches und Kulturelles aus aller Welt dar. So blieb kein Magen leer. Und es boten sich ungezählte Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen und andere Kulturen kennenzulernen. Zum 15. Geburtstag wurde eine zweite Bühne neben der seit Jahren verwaisten, fest installierten Bühne im Park aufgebaut. Neben dieser sündhaft teuren, aber in der Praxis offenbar unbrauchbaren Faltdachbühne fanden somit dank professionellem Anbau vielfältige Darbietungen von über 35 Gruppen Platz: Von Zumba über Cheerleading bis hin zu Chorgesang und vietnamesischem Bambustanz reichte die Palette der Darbietungen. Einige Schulen aus dem Ostviertel gestalteten das Bühnenprogramm tatkräftig mit.

Generell galt die Devise: Berührungsängste abbauen, faszinierend Neues entdecken, Sympathien wecken. Für die Kinder gab es da neben Trampolin, Hüpfburg und Fußballplatz eine ziemlich spezielle Premiere: Erstmals war die Bundespolizei zum Multikulti-Fest angerückt. Und warb im Ostviertel um Vertrauen. Die Beamten öffneten die Türen von zwei großen Mannschaftswagen und luden ein zum „Probesitzen“...

Organisatoren und Träger lobten die gelungene Party zum 15. Geburtstag des Multikulti-Festes. Oberbürgermeister Marcel Philipp, Schirmherr des Festes, sprach von einem „Zentrum des Friedens und der Völkerverständigung“: „Hier wird ein neues Stück Aachen geschaffen.“ Auch Heidemarie Ernst, Integrationsbeauftrage der Stadt, freute sich über den stetigen Zulauf der Teilnehmer und Besucher aus über 120 Nationen: „Hier wird Integration wirklich gelebt“, sagte sie. Neben den zahlreichen Info-Ständen und Bühnendarbietungen im Park öffnete die benachbarte Nadelfabrik am Reichsweg ihre Türen. Die Ausstellung „Deutschland für Anfänger“ wartete dort auf Besucher.

Für die Organisatoren um Rainer Bertrandt und Marie-José Dassen vom „Verein zur Förderung des Multikulti-Festes“ beginnen nach dem 15. Geburtstag nun die Vorbereitungen für das kommende Jahr. Mittlerweile sei das Fest einfach ein Teil des Ostviertels geworden, resümierte Heidemarie Ernst: „Das Multikulti-Fest ist Kult.“

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