Mullefluppet-Preis: Ganz kurz ist sogar „The Voice“ sprachlos

Von: Stefan Herrmann
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„Glückwunsch, Jupp!“: Im Medienzentrum auf dem CHIO-Gelände überraschte das Mullefluppet-Kuratorium mit (v.l.) Albert Henrotte, Michael Cosler, Marga Render, Robert Esser, Dieter Kaspari und Christian Mourad den Preisträger 2016 Jupp Ebert. Foto: Michael Jaspers
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„Ich bin platt!“: Der neue Preisträger Jupp Ebert freut sich riesig. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Jot jemaht, Jupp! Ganz entspannt schlenderte Jupp Ebert am Freitagmittag zum Medienzentrum des Zeitungsverlags auf dem CHIO-Gelände, nichtsahnend, dass er „Opfer“ in einem abgekarteten Spiel werden würde, wie es Aachen in der Form noch nicht gesehen hat.

Denn um „The Voice“ reinzulegen, hatten sich AZ und die Aachener Nachrichten kurzerhand zusammengetan und eine diebische Falle ausgeheckt. Mit Erfolg! AN-Lokalchef Achim Kaiser übernahm den Part des Lockvogels und hatte den 69-jährigen Kultsänger zum Interview auf die Bühne des Medienzentrums gebeten. Dort wurde er dann nach kleinen Ablenkungsmanövern unter lautem Beifall zahlreicher CHIO-Besucher überrascht: Jupp Ebert ist der neue Mullefluppet-Preisträger der Aachener Zeitung 2016!

Das komplette Mullefluppet-Kuratorium mit AZ-Redakteur Robert Esser, Dieter Kaspari, Marga Render, Christian Mourad, Albert Henrotte und Michael Cosler stand urplötzlich Spalier, um dem Preisträger zu gratulieren. Der war völlig platt. Und den Schabernack, den Robert Esser und Achim Kaiser zuvor mit ihm getrieben hatten, nahm er ganz gelassen hin. Wahrscheinlich hätte er den Witz, den sich die Lockvögel Esser und Kaiser erlaubten, dass Ebert laut offiziellem CHIO-Drehbuch wenige Minuten später die Nationalhymne im Stadion singen solle, sogar kurzerhand in die Tat umgesetzt. Jupp Ebert ist eben ein cooler Typ, den nichts aus der Ruhe bringt. Und jemand, der seine Stadt und deren Menschen mit Herzblut liebt.

Dafür – für die typischen Mullefluppet-Tugenden „Schlitzohrigkeit, Humor, Hilfsbereitschaft und Liebe zu Aachen“ – erhält „Die Stimme“ den Preis der Aachener Zeitung, der am 14. September im Rahmen einer witzig-rasanten Show im Saalbau Rothe Erde verliehen wird. Und wenn Informationen rund um das Programm im Vorfeld traditionell gehütet werden wie der heilige Gral, eins dürfte in diesem Jahr klar sein: In dieser Preisverleihung wird jede Menge Musik stecken!

Denn wenn Jupp Ebert im Mittelpunkt steht, dann muss er zum Mikro greifen und singen. „Ich liebe das einfach“, sagt er, der schon mit Größen wie Joe Cocker auf der Bühne stand und gemeinsam gesungen hat. Dessen Stimme hat er so verinnerlicht, dass er bis heute hin mit seiner „Joe Cocker Tribute-Band“ bundesweit gefragt ist. Ebenso ist er mit den „RTL Allstars“ immer wieder in zahlreichen Ländern on Tour. Doch seine Wurzeln, und da wird beinahe diese starke Ebert-Stimme ein wenig brüchig, sei nun einmal „sein Oche“. „Ich bin gerne im Ausland und genieße es, dort Spannendes zu erleben. Aber nach einer Weile merke ich, dass mir etwas fehlt: Aachen.“

Er, der als Steppke in der Nachkriegszeit auf der Franzstraße im Schatten des Marschiertors aufgewachsen ist. „Die Stadt war unser Spielplatz“, erinnert sich Ebert an die früheren Jahre. Ab seiner Jugendzeit spielte die Musik dann eine immer größere Rolle in seinem Leben. Als 16-Jähriger wurde er Mitglied einer ersten Band. Die „5 Cellar Boys“ aus Burtscheid setzten vor allem auf die Beatles, später ging es für Ebert immer weiter, seine unvergleichliche Stimme fand schnell Gehör in der Szene und führte ihn sogar zu internationalen Musikgrößen wie Jennifer Rush, Anastacia und eben Joe Cocker. Und in Aachen? Da lieben ihn die Menschen vor allem für die von ihm so eindrucksvoll interpretierte Alemannia-Hymne „You never walk alleng“. Überhaupt, die Alemannia. Sie ist eine weitere große Liebe des Öcher Originals, der er in guten wie in schlechten Zeiten die Treue hält.

Und nun also Mullefluppet-Preisträger. Ausgewählt aus unzähligen Zuschriften der AZ-Leser, die in diesem Jahr erstmals Kandidaten vorschlagen konnten, wer die beliebte Ehrung erhalten sollte. Kurz verschlug es dem so stimmgewaltigen Kultsänger die Sprache, dann aber fand er schon wieder die richtigen Worte: „Ich bin jetzt schon sowas von stolz auf die Auszeichnung! Das ist eine Riesenehre!“

Und da ihm die „angedrohte“ Nationalhymne im Stadion erspart bliebt, war nicht viel Überredungskunst notwendig für einen A-Cappella-Auftritt auf der Bühne des Medienzentrums. Das Publikum jubelte, und Ebert strahlte über das ganze Gesicht. Jot jemaht, Jupp! Die AZ-Leser und das Mullefluppet-Kuratorium freuen sich über den Preisträger 2016!

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