Müttercafé und Quartiersprojekt verbinden Bewegung und Beziehung

Von: Lea Pohlmann
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Auf die Matten und los: Das Interesse an dem kostenlosen Sportkurs „Bewegung und Begegnung“ in Aachen-Ost war groß. Foto: Andreas Steindl
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Initiiert wurde es von Britta Mohr (links), Leiterin des Müttercafés, und Sozialarbeiterin Mona Popovic. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Gymnastikmatten, Musik zur Motivation und viele Frauen, die Lust auf Sport haben: Bei der letzen Einheit des gemeinsamen Sportprojekts des Müttercafés des Kinderschutzbundes Aachen und des Quartiersprojekts Panneschopp der Fauna herrschte ein buntes Treiben.

Seit September fand in dem Gemeinschaftsraum des Quartierprojekts ein kostenloser Sportkurs unter dem Motto „Bewegung und Begegnung“ statt. Die Frauen machten fleißig bei den Übungen mit und hatten als Gruppe sichtlich Spaß.

Mona Popovic, Sozialarbeiterin der Fauna, erklärte, dass Sport und Bewegung die Menschen verbinde. Durch Angebote wie dieses ent-stehe die Chance, neue Bekanntschaften zu machen und Freundschaften zu schließen. Teilnehmen durften Frauen mit kleineren Kindern und Frauen, die in den umliegenden Wohnungen des Quartiers zu Hause sind.

Damit sich die Mütter voll auf den Sport und die anderen Teilnehmerinnen konzentrieren konnten, wurden ihre Kleinen zu Zeiten des Sportkurses von Betreuerinnen des Müttercafés beschäftigt. „Die Frauen lernen voneinander, bauen Beziehungen auf und helfen sich gegenseitig“, erzählte Britta Mohr, Leiterin des Müttercafés. Sie hob hervor, dass es wichtig sei, die Mütter zu stärken und ihnen bei jeglichen Anliegen unter die Arme zu greifen. „Bei uns gibt es keine Tabuthemen, man wird immer mit ins Boot geholt“, sagte sie.

Das Interesse an dem sportlichen Angebot war groß: Die Frauen mussten sich im Vorfeld anmelden und wurden per Losverfahren zugeteilt. Das besondere an dem Sportprojekt war sein inklusiver Charakter, betonte Popovic. Auch Menschen mit Einschränkungen nahmen teil und machten die Übungen so mit, wie es für sie möglich war.

Melisa Aksu, Übungsleiterin der Gruppe, ist mehrsprachig und konnte somit bei Sprachproblemen helfen. Sie beschrieb die Teilnehmerinnen als sehr motiviert: „Am Anfang war es nicht so leicht und wir mussten die Übungen erst an die Gruppe anpassen. Mittlerweile funktioniert es aber sehr gut und mich haben viele gefragt, wann es denn weiter geht mit dem Kurs.“ Dieser ist nämlich absichtlich in seiner Kursdauer begrenzt: „Den Frauen fällt es leichter, wenn klare Grenzen gesetzt sind“, erklärte Mohr.

Jennifer Bösel, die Mutter des sechs Monate alten Fynns, findet das Ende des Kurses sehr schade: „Ich bin total traurig, dass es vorbei ist. Es wäre schön, wenn es weitergehen würde.“ Es sind aber schon neue Projekte geplant, verrieten Popovic und Mohr. Somit können sich interessierte Frauen bereits auf neue Aktivitäten wie einen Bastelkurs und die baldige Frauenparty freuen.

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