Müttercafé: Gemeinsam frühstücken und Perspektiven aufzeigen

Von: mas
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FOTO: HARALD KRÖMER DATE: 16.09.2016 Müttergruppe der Städt. Integrativen Tageseinrichtung für Kinder "Wiesental" feiert Ihr 10-jähriges Bestehen.

Aachen. 109 Frauen, 24 Nationen, 170 Kinder: Das ist die stolze Bilanz, mit der das Müttercafé in der Kita Wiesental zum zehnjährigen Jubiläum aufwarten kann. Und dass es sogar Frauen gibt, die dem Café über all die Jahre die Treue gehalten haben, ist ein weiterer Beweis seiner Bedeutung.

„Hier klappt das Zusammenleben“, meinte Horst Kreutz, Leiter der Evangelischen Jugendhilfe Brand. Das Müttercafé sei ein gutes Beispiel dafür, dass das Zusammenleben vieler Nationen funktionieren kann. Und das meinen auch Brigitte Theel und Rike Drieschmanns, die das Café leiten. Ihr Dank galt dem Jugendamt, aber vor allem auch der Kita, die die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

Laut Horst Kreutz zeigte sich schon vor zehn Jahren, dass Familien mehr Unterstützung brauchen. Damals seien die Ausgaben für die „Frühen Hilfen“ rapide angestiegen. Das Müttercafé in der Kita sollte ein Anlaufpunkt für Frauen und deren Familien sein. Und was viele daran offensichtlich ganz besonders schätzen, ist das gemeinsame Frühstück. Aber darüber hinaus bietet das Müttercafé Hilfe und Unterstützung bei allen Lebensfragen. „Insgesamt ein sehr lebhaftes und buntes Unterfangen“, wie die beiden Leiterinnen meinen.

Probleme lösen, Perspektiven geben, Erziehung (der Kinder und mit einem Augenzwinkern auch der Männer), reden, diskutieren, Probleme und Sorgen besprechen: All das sind Dinge, die im Müttercafé wichtig sind. Beim zehnjährigen Jubiläum standen die Mütter selbst auf der Bühne, um ihr Café vorzustellen. „Ihr seid ein toller Trupp“, schwärmte Kita-Leiterin Maria Crasmöller. „Toll, dass ihr den Laden so aufmischt“, sagte sie weiter.

Interkulturelle Arbeit

„Die Müttergruppe ist ein Angebot im Rahmen der Sozialen Gruppenarbeit, in deren Mittelpunkt das ‚Miteinander und voneinander lernen‘ steht“, heißt es auf der Internetseite der Evangelischen Jugendhilfe Brand, die das Angebot ins Leben gerufen hat. Die Mütter sollen hier neue Wege finden, sich erholen, gemeinsam lernen und vertrauliche Gespräche führen können. Ein ganz besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der interkulturellen Arbeit. Kein Wunder also, dass die Frauen auf der Bühne die Gäste jeweils in ihrer Sprache begrüßten. Sie lernen voneinander und lernen so auch fremde Kulturen kennen und respektieren.

Dass schließlich auch Horst Kreutz als einziger Mann – wie er selber bemerkte – das Wort an sie richtete, nahmen sie gelassen. „Es macht Sinn, direkt in die Einrichtungen zu gehen“, sagte er. Denn die Mütter seien ja schon durch ihre Kinder an die Kita angebunden. Alle Beteiligten verbuchten das Müttercafé als eine zehnjährige Erfolgsgeschichte. Und wünschen sich noch viele Jahre weiterer Zusammenarbeit.

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