Müschpark: Kleinod mit einem Blick auf die Soers

Von: Julia Gröbbels
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Der Müschpark ist wieder ein Ort der Erholung geworden... Foto: Andreas Steindl
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... und ein idealer Platz für Kinder, die Natur neu zu entdecken. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Ein wenig versteckt hinter dem Lousberg gelegen, befindet sich ein zehn Hektar großes Fleckchen Erde, das über die Jahre hinweg immer mehr in Vergessenheit geraten ist. Seit über 200 Jahren war der Müschpark in Privatbesitz und nur Kenner hatten die Möglichkeit, seine Schönheit zu erleben.

Im Jahr 2008 jedoch gelang es der Stadt Aachen mit Fördermitteln des Euregionale-Projektes, den Park zu erwerben und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In Zusammenarbeit mit Architekt Achim Röthig sowie der Firma Frissen und Zohren sollte die historisch, gestalterisch und ökologisch sehr wertvolle Anlage wieder instand gesetzt werden.

„Über die Jahrzehnte hinweg ist der Park immer dichter zugewachsen, wenn nicht gar verwahrlost“, so Planungs- und Umweltdezernentin Gisela Nacken. „Dennoch, die Grundlagen für die Instandsetzung waren alle bereits gegeben“, so Röthig. Nun galt es nur noch, den historischen Zustand wieder herzustellen.

Beim Müschpark handelt es sich um eine „Ferme Ornée“ – übersetzt „geschmückte Farm“ – eine spezielle Form des Landschaftsgartens und ein Produkt der Französischen Revolution. „Die geschmückte Farm zeichnet sich durch die Mischung aus intensiv gestalteten Elementen und landwirtschaftlicher Nutzung aus“, so Projektleiter Christoph Ruckert. Diese beiden Elemente sind dank eines sogenannten „Parkpflegewerkes“ im Müschpark inzwischen wieder zu erkennen.

Während auf den begrünten Hängen des Parks Schafe weiden, die den Rasen kurz halten, setzen Teiche sowie ein Pflastersteinbecken die gestalterisch anspruchsvollen Akzente. „Am wichtigsten war uns, dass die Blickverbindungen zwischen den einzelnen Elementen wieder hergestellt werden“, so Röthig. Zwar könne es sein, dass über die Zeit neue Pflanzen hinzukämen, die Erhaltung der Blickverbindungen könne man allerdings auch mit einer extensiven Pflege sicherstellen, so Röthig.

„Die Denkmalpflege darf niemals Selbstzweck sein, Ziel sollte es immer sein, die erschlossenen Plätze der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, so Röthig. Auch von Seiten der Stadt freut man sich sehr, den instand gesetzten Park für jedermann zugänglich machen zu können. „Der Müschpark ist ein Juwel und ich lade alle Bürgerinnen und Bürger ein, dieses Juwel für sich zu entdecken“, so Nacken.

Eine 60-seitige Broschüre der Stadt Aachen über den Müschpark mit dem Titel „Eine Zukunft für die Ferme Ornée“ ist zu einem Preis von vier Euro im Aachen Tourist Service sowie in vielen Aachener Buchhandlungen erhältlich.

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