Aachen - Mühlenherr zielt auf kaufkräftige Kunden

Mühlenherr zielt auf kaufkräftige Kunden

Von: Udo Kals
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Aachen. Zwar übertönen derzeit Presslufthammer und Bohrmaschine gelegentlich das Gepiepse und Gezwitscher der Vögel rund um das Laurensberger Schloss Rahe. Doch zumindest für Dunja Kahlen und Ralf Wetzler dürften diese Baustellentöne durchaus lieblich anmuten.

Denn nachdem die beiden Projektentwickler das Anwesen Ende 2009 übernommen haben und das Schloss zu einem Business-Center sowie Event- und Konferenz-Standort ausgebaut haben, wird nun die benachbarte Mühle umgebaut. Im Frühjahr 2012 sollen die 24 Eigentumswohnungen fertig sein, am kommenden Montag beginnt in Kooperation mit der Immobiliengesellschaft Aixact- und der Sparkassen-Tochter S-Immo der Verkauf.

„Endlich”, sagt Schlossbesitzer Wetzler, der glücklich über das Projekt ist, das dessen Rahe-Mühle-Entwicklungsgesellschaft mit dem Architekten Manfred Hammers sowie dem Generalunternehmer Horst Prehn plant und umsetzt. Besonders froh ist er dabei, dass die Anfang des 20. Jahrhunderts nach einem Brand wieder aufgebaute Mühle nicht abgerissen werden muss. „Der Charme des Areals bleibt. Die Mühle wird in ihrer früheren Erscheinung weiter erhalten”, sagt Wetzler.

Dass der Ansatz, etwa die Zielgelsteinmauer-Optik zu erhalten, auch bautechnische und somit auch finanzielle Nachteile mit sich bringt, räumt er gerne ein. „Doch wir wollen auf Rahe eine besondere Bauqualität anbieten”, sagt Wetzler, der eine durchaus kaufkräftige Zielgruppe ins Auge fasst, die etwa Jobs auf dem RWTH-Campus haben können oder sich in der zweiten Lebensphase befinden und „nicht mehr einen großen Garten und viele Zimmer brauchen”. Zwischen 110 und 230 Quadratmeter groß werden die Wohnungen sein, die in der Mühle und im ehemaligen Getreidesilo entstehen - jeweils mit Balkon und Stellplätzen. Eingebettet in die Raher Parklandschaft versprechen Wetzler und Kahlen exquisites Wohnen, das in einem zweiten Bauabschnitt noch weitere Interessenten anziehen soll.

32 Einfamilienhäuser sind in direkter Nachbarschaft auf einem rund 10 000 Quadratmeter großen Areal geplant, das an den seit Jahrzehnten abgelassenen Mühlenteich grenzt. Baubeginn soll im Frühjahr 2012 sein. Auch hier setzt Wetzler hohe Maßstäbe: „Wir bauen keine Kaninchenställe, sondern Häuser.” Das heißt: Grundstücke zwischen 250 und 500 Quadratmeter, alleinstehende Häuser oder Doppelhaushälften mit einer Wohnfläche von jeweils rund 150 Quadratmetern und einer Hausbreite von mindestens acht Metern. Wetzler: „Wir wollen keine Handtücher.”

„Herzlich willkommen”

Was Wetzler und Kahlen indes wollen, sind Gäste. Daher wird das ehemals hermetisch abgeriegelte Gelände weiter den Bürgern geöffnet. „Wo früher ?Betreten verboten stand, ist heute ?Herzlich willkommen zu lesen”, betonen die Schlossbesitzer, die seit geraumer Zeit in dem ehrwürdigen Gemäuer bereits ein kleines Kulturprogramm etabliert haben und ermuntern die Aachener und Laurensberger, auch das grüne Kleinod wieder zu entdecken. Mit einer Bitte: „Hundebesitzer sollten ihre Vierbeiner angeleint lassen”, sagt Wetzler - damit die in der Parklandschaft lebenden Tiere nicht gejagt werden.
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