Aachen - „Mozart... sind wird doch alle!”: Ein ganz normales Genie

„Mozart... sind wird doch alle!”: Ein ganz normales Genie

Von: Laura Hentz
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Surrealistisch-farbenprächtig
Surrealistisch-farbenprächtige Annäherung an einen Mythos: Lion Eber-gard (rechts) zeigt seine Werke über Wolfgang Amadeus Mozart auf Einladung der Stiftung Euriade in der Aula Carolina. Unser Bild zeigt den Künstler mit Professor Dr. Werner Janssen und Inna Verjbitskaia vom Vorstand der Stiftung. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Wolfgang Amadeus Mozart sitzt am Schreibtisch mit der Feder in der Hand, vor ihm Notenpapier und ein Glas Wein. An seiner Seite steht eine Geigenspielerin, das orangefarbene Klavier steht hinter ihm, und ein Mann räkelt sich darauf. Der Maler Lion Ebergard hat diese Szene auf die Leinwand gebannt.

Unter dem Titel „Mozart . . . sind wir doch alle . . . !” eröffnete er jetzt eine Ausstellung seiner kubistisch-surrealistischen Gemälde in der Aula Carolina.

Bar- und Zirkusszenen, Boxer, Ringer und leidenschaftliche Pärchen: Der Künstler spielt mit Proportionen und setzt seine Werke mit kräftigen, farbenfrohen Streifen, Rechtecken, Dreiecken und anderen Formen in Szene.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Internationalen Kultur- und Wissenschaftsfestival Euriade und schließt an dessen jährliches Amadèo-Festival, jenen hochkarätigen Wettbewerb für internationale Pianisten, an. Professor Dr. Dr. Werner Janssen, Euriade-Intendant, hat sich lange mit Mozart auseinandergesetzt: „Er war ein Mann, der alles kann, unendlich begabt, und der doch zur gleichen Zeit die Qualität hat, ein ganz normaler Mensch zu sein, so wie wir alle normale Menschen sind.”

Es ist ihm wichtig, den Leuten zu zeigen, dass Mozart nicht nur der vornehme Komponist war, sondern eben auch abends durch die Lokale zog, Geige und Klavier spielte und die eine oder andere Frau auf seinen Schoss nahm. Diese Vielschichtigkeit sieht Janssen auch in Ebergards Bildern: „Er zwingt einen, sich nicht einlullen zu lassen, sondern sich damit zu beschäftigen. Man hat seine Bilder nicht schnell gesehen.”

Und auch der ukrainische Maler, der seit einem Jahr in Aachen lebt, ist begeistert von der Kooperation. Er malt zu klassischer Musik, lässt sich von Mozart inspirieren. Ebergard erzählt, er mag seine Musik und er liebt das Leben, genau wie der große Komponist. Und genau wie Mozart will er etwas Besonderes schaffen, an das sich die Menschen erinnern. Die neuen Werke zu „Amadeus” bilden da nur den Anfang einer Gemäldeserie, an der Ebergard zurzeit arbeitet.

Lion Ebergards gemalte Mozartinterpretationen an historischer Stelle können in der Aula Carolina, Pontstraße 7-9, noch bis zum 20. August bewundert werden. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags 17 bis 21 Uhr, samstags 15 bis 21 Uhr und sonntags 15 bis 20 Uhr.
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