Aachen - Moschee: Startschuss mit dem Bohrer

Moschee: Startschuss mit dem Bohrer

Von: stm/dpa
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Großer Andrang beim ersten Spatenstich für die Yunus-Emre-Moschee. Auch Bürgermeisterin Hilde Scheidt (links) und Gemeindevorsitzender Abdurrahman Kol (rechts) warfen mit Sand. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. 3000 Quadratmeter ist das Areal im Ostviertel an der Ecke Stolberger Straße/Ecke Elsassstraße groß. Dort entsteht jetzt nach jahrelangen Planungen die neue Yunus-Emre-Moschee der türkisch-islamischen Gemeinde. Sechs Millionen Euro kostet der Neubau, der durch die Gemeinde und Spenden finanziert wird.

Der Bau des Architektenbüros Serdar Aymen ist eine deutlich verkleinerte Version der ursprünglichen Entwürfe und wurde schließlich einhellig von der Politik gutgeheißen. Die Moschee besteht aus einer Gebetsfläche, einem Begegnungszentrum und zwölf Sozialwohnungen, teilte der Gemeindevorsitzende Abdurrahman Kol mit. Das „schlichte und einfache” Minarett wird eine Höhe von 41 Metern haben. Gestartet wurde der Bau am Freitag mit Bohrungen. Die eigentliche Grundsteinlegung soll laut Kol erst in drei bis vier Monaten erfolgen.

„Wir sind sehr erfreut, dass es jetzt losgehen kann”, sagte der Vorsitzende beim ersten Spatenstich für die Moschee, die in drei Jahren fertig sein soll. Das vorherige Gemeindezentrum in einer alten Tankstelle war abgerissen worden. In der langen Planungsgeschichte hatte es drei Entwürfe gegeben. Nachdem die erste geplante Moschee zu groß erschien, hatten Gemeinde und Stadt einen Wettbewerb ausgeschrieben. Mit dem Gewinner hatte es dann aber Schwierigkeiten bei den weiteren Gesprächen gegeben. Der dritte Entwurf kam schließlich aus den Reihen der Gemeinde.

„Wir wurden von allen Seiten unterstützt”, betonte Vorsitzender Kol die gute Zusammenarbeit. Die Gemeinde habe die Jahre gut genutzt, um zu sparen. Auch die Stadt betonte das gute Verhältnis: „Es wurde lange gesprochen und diskutiert, aber immer eine einvernehmliche Lösung gesucht und jetzt gefunden”, sagte eine Sprecherin der Stadt.

Ein erster Misston wird von den Rechten kommen. Im September soll eine Demonstration gegen den Moscheebau stattfinden. Deshalb hatten parteiübergreifend Vertreter der Stadt die Aachenerinnen und Aachener aller Nationalitäten, Kulturen und Religionen dazu aufgefordert, sich „dem braunen Pöbel” entgegenzustellen.
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