Aachen - Mosambik: Bürgerkrieg gefährdet Arbeit des Aachener Fördervereins

Mosambik: Bürgerkrieg gefährdet Arbeit des Aachener Fördervereins

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Medizinische Diagnose: Die Untersuchungsmöglichkeiten sind inzwischen sehr gut - die Operationen an den Kindern aber organisatorisch sehr schwierig. Foto: Förderverein

Aachen. Jenseits der Konflikte im Nahen Osten findet in Mosambik eine stille Katastrophe statt. Unbeachtet von den hiesigen Medien ist es in Mosambik zu schweren Unruhen mit bewaffneten Auseinandersetzungen ehemaliger Bürgerkriegsparteien gekommen.

Die Kämpfe zwischen der Rebellenarmee Renamo und der Regierungspartei Frelimo finden vor allem in der Hafenstadt Beira in der Provinz Sofala statt. Hier unterstützt ein Aachener Förderkreis seit über 18 Jahren die zweitgrößte Kinderklinik des Landes.

„Die Bevölkerung hat große Angst vor dem Krieg.“ beschreibt Dr. Jan Salzmann, Vorstand des Fördervereins die Situation vor Ort. „Die Menschen trauen sich kaum aus dem Haus, es gab Entführungen und Morde. Heckenschützen schießen auf den Ausfallstraßen auf Militär und Zivilisten. Es wurde sogar im direkten Umfeld des Krankenhauses und Waisenheims geschossen.“

Auch die Arbeit der Kinderklinik, die seit 1998 durch den Aachener Förderverein unterstützt wird, ist durch die Kämpfe beeinträchtigt. Nach der Anschaffung von leistungsstarken Ultraschallgeräten können Herzfehler bei Kindern mittlerweile erkannt werden, die Möglichkeit einer – oft lebensrettenden – Herzoperation gibt es nur in der Hauptstadt Maputo. Der Transport dorthin wird nicht vom Gesundheitssystem getragen, was dazu führte, dass die meisten Kinder mit komplexen Herzfehlern in Beira starben, da die Familien den Transfer nach Maputo nicht bezahlen konnten.

Seit einigen Jahren finanziert der Förderverein die Transporte, so dass schon über 100 Kinder operiert werden konnten. „Da nun die Straßen unsicher sind, gibt es nicht mehr die Möglichkeit eines Landtransportes. Die Kinder müssen nun in die Hauptstadt geflogen werden, was erhebliche Mehrkosten verursacht“, erläutert Marika Marliani vom Förderverein. „Somit bitten wir um Spenden, um auch trotz der Kämpfe den Kindern die Herzoperation zu ermöglichen“.

Durch den direkten Kontakt zur Klinik kann garantiert werden, dass das gespendete Geld in vollem Umfang dort ankommt, wo es am dringlichsten benötigt wird. Spenden sind steuerlich abzugsfähig, da der Verein als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt ist.“

Auf diesem Weg kann man helfen

Gespendet werden kann unter der Kontonummer 000 469 7529, BLZ 300 606 01 bei der Deutschen Apotheker und Ärztebank Aachen. (IBAN DE35 30060601 000469 7529, BIC:DAAEDEDDXXX). Nähere Informationen können per mail angefordert werden (jpsalzmann@hotmail.com) oder über die Postadresse des Vereins (Von Pastorstraße 17, 52066 Aachen). Im Internet ist der Verein mit der Homepage www.foerderverein-beira.de vertreten.

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